Liebe Leserin, Lieber Leser,
die Politik von US-Präsident Donald Trump ist oftmals radikal und schrill, allerdings nur selten wirklich nachvollziehbar. Bei den nun verkündeten Zöllen können die meisten Ökonomen nur mit dem Kopf schütteln. Dass jene eher willkürlich zustande kamen, dafür spricht etwa, dass die Heard und McDonaldinseln mit Zöllen von zehn Prozent belegt wurden. Die soll als Ausgleich für angebliche Zölle gelten, die für Einfuhren aus den USA verlangt werden. Allerdings sind die fraglichen Inseln tatsächlich unbewohnt. Ebenso hohe Zölle wurden auf das britische Territorium im Indischen Ozean verhängt. Die einzige bewohnte Insel dort ist Diego Garcia, wo sich eine US-Militärbasis befindet. Die USA verhängen also gewissermaßen Zölle gegen sich selbst.
Würde Trump damit nicht einen derartigen Crash an der Börse herbeiführen, wäre die Angelegenheit schon fast lustig. Wenig zu lachen haben allerdings die Aktionäre, die sich auf noch mehr Unruhe einstellen müssen, und das tut den ohnehin angeschlagenen Wasserstoff-Aktien überhaupt nicht gut.
Plug Power im freien Fall
Profitieren sollen von den Zöllen laut Trump vor allem US-Unternehmen und nach dieser Lesart sollte das Ganze vielleicht sogar eine gute Neuigkeit für Plug Power sein. Doch wissen die Anteilseigner, dass der Wasserstoff-Hochlauf kein Projekt ist, das in einem nationalen Alleingang auf die Beine gestellt werden könnte. Drohende Gegenzölle könnten die Geschäfte empfindlich beeinträchtigen, denn nur mit US-Kunden kommt Plug Power noch weniger als ohnehin schon auf einen grünen Zweig.
Fast schon dankbar ist die Tatsache, dass Wasserstoff-Aktien ohnehin seit geraumer Zeit auf niedrigem Niveau notieren. Deshalb halten sich die Kursverluste im Vergleich zu manch anderem Segment prozentual vielleicht noch etwas in Grenzen. Für die Plug Power-Aktie ist dies aber ein ausgesprochen schwacher Trost. Denn auch Abschläge von 3,8 Prozent im nachbörslichen Handel reichten aus, um das Papier zurück auf das 52-Wochen-Tief bei 1,26 US-Dollar zu befördern.
Plug Power Aktie Chart
Ballard Power mutiert zum Pennystock
Außerhalb der USA ist noch nicht klar, wie sich die Zölle im Detail auf einzelne Branchen auswirken werden. Eingestellt wird sich aber nahezu überall auf negative Effekte. So gerät auch die Ballard Power-Aktie unter Druck und fiel heute Morgen unter die magische Linie bei einem Euro. Damit mutiert das Papier zumindest hierzulande zum Pennystock und sendet weitere Verkaufssignale aus.
Ganz so schlimm ist es um die Aktie von Nel ASA noch nicht bestellt. Der allgemeine Verkaufsdruck macht sich aber bemerkbar und der Kurs gab heute Morgen um 2,3 Prozent auf 0,20 Euro nach. Die Bullen wandeln auf sehr dünnem Eis und schon kleinere Abschläge könnten ausreichen, um den wahrscheinlich letzten Support zu reißen und Kurs auf das Allzeit-Tief bei 0,17 Euro zu nehmen. Samsung E&A sowie kleinere Auftragseingänge scheinen in Vergessenheit zu geraten.
Es wird noch ungemütlicher
Akute Effekte machen sich durch Trumps Zölle im Wasserstoffsegment noch nicht bemerkbar. Doch sind die allermeisten Player aus dem Bereich international tätig und selbst mit viel Wohlwollen lassen sich keine erfreulichen Entwicklungen absehen. Dazu kommt die nochmals höhere Unsicherheit, was die Anleger weg von riskanten Investments und hin zu verlässlichen Wertanlagen wie Gold treibt. Es dürfte daher noch einmal ungemütlicher werden für Wasserstoff-Aktien.
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