TUI-Aktie: Gewagte Prognosen!

Die Aktie von TUI hatte zum Wochenstart gelitten, sich seitdem aber wieder etwas erholt. Die nächste Analystin hat für den Reisekonzern ein hohes Kursziel aufgerufen.

Auf einen Blick:
  • Die TUI-Aktie war am Montag zunächst auf 6,19 Euro zurückgefallen, erholte sich aber wieder
  • Eine Kaufempfehlung vom Dienstag hatte dabei sicher geholfen, das Kursziel liegt bei 10 Euro
  • Die Prognose von Hauck Aufhäuser ist nicht einmal die höchste für den Reisekonzern
  • Die Shortseller sind sich indes nicht einig, wie es bei TUI mittelfristig weitergehen könnte

Liebe Leserin, lieber Leser,

zum Wochenbeginn sah es noch düster aus für die Aktie von TUI. Nach einer kurzen Erholungsphase waren die Papiere des Reisekonzerns vor genau einer Woche noch bei 7,50 Euro gehandelt worden, doch im Laufe des Montags fanden sie sich im Xetra-Handel zwischenzeitlich bei lediglich 6,19 Euro wieder. Dies entsprach einem Abschlag von mehr als sieben Prozent. Doch die TUI-Aktie hat sich wieder etwas gefangen, am Mittwochvormittag stehen aktuell 6,53 Euro auf dem Kurszettel. Die Erholung dürfte auch mit einer gewagten Prognose zusammenhängen, es ist nicht die erste.

TUI-Kursziel zum Einstieg bei 10 Euro

Es war Marie-Therese Grübner von Hauck Aufhäuser Investment Banking, die ihre Bewertung der TUI-Aktie am Dienstagvormittag mit einem Kursziel von 10 Euro aufgenommen hatte. Die Analystin sieht den Tourismuskonzern laut ihrer Studie „als branchenführend in Europa mit einem einzigartigen und breit aufgestellten Geschäftsmodell“, wie sie laut Medienberichten schrieb.

  • Die Reise-Nachfrage wachse immer noch schneller als die Weltwirtschaft, wobei Konsumenten zunehmend auf die Preise achteten
  • Das spiele TUI in die Hände, glaubt die Analystin, insbesondere wegen der Reisepakete und Frühbuchungen

Die Analystin traut der TUI-Aktie in der Folge ein mittelfristiges Kursplus von mehr als 50 Prozent zu. Und in ihrem Optimismus ist sie damit keineswegs allein

JPMorgan erwartet sogar noch mehr

Die US-Bank JPMorgan hatte die TUI-Aktie in der vergangenen Woche ebenfalls auf „Overweight“ belassen. Auf einem Kapitalmarkttag habe „es einen detaillierten Einblick in die wichtigsten Wachstums- und Margeninitiativen gegeben“, schrieb Analyst Karan Puri laut finanzen.net. Diese sollten seiner Meinung nach dazu beitragen, den Reisekonzern wieder in ein strukturell stärkeres Unternehmen zu verwandeln.

  • Den fairen Wert der TUI-Aktie sieht Purigar sogar noch höher bei 12 Euro
  • Ausgehend vom aktuellen Kurs erkennt er somit gut 80 Prozent Potenzial

Ähnlich positiv gestimmt ist die Deutsche Bank, die für Europas größtes Touristikunternehmen einen Kurs von 11 Euro für angemessen hält. Analyst Andre Juillard beließ die Einstufung nach dem Kapitalmarkttag folglich ebenfalls auf „Buy“. Der Konzern habe den positiven Ausblick auf 2025 und die mittelfristigen Ziele bestätigt, schrieb er. Die Aktie sei derzeit „sehr attraktiv bewertet“.

Bernstein-Analyst bei TUI etwas vorsichtiger

Nicht ganz so überzeugt hingegen ist Richard Clarke vom US-Analysehaus Bernstein Research. Angesichts des komplexen Geschäftsmodells von TUI hätten die Anleger viele Informationen zu verarbeiten gehabt, schrieb er. Ohne neue Unternehmensziele sei eine Neubewertung schwierig, weshalb er auf Aussagen zu Kapitalausschüttungen im weiteren Jahresverlauf als Kurstreiber warte. Indes beließ Clarke TUI lediglich auf „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 7,90 Euro.

Doch selbst diese eher konservative Bewertung der Aktie lässt noch Luft nach oben. Warum hat die Aktie seit ihrem Zwischenhoch im Februar bei 8,50 Euro dennoch rund ein Viertel ihres Werts eingebüßt?

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Ein Shortseller stockt bei TUI auf, zwei reduzieren

„TUI-Aktie am Taumeln: Jetzt greifen auch noch die Shortseller an“, titelte das Anlegermagazin Der Aktionär am Montag und lieferte eine mögliche Erklärung. Aber nur zum Teil. Zwar hatte D. E. Shaw LLP tatsächlich seine Leerverkaufsposition, mit der der Hedgefonds auf sinkende Kurse bei TUI spekuliert, laut Bundesanzeiger am Montag von zuvor 1,28 auf 1,32 Prozent erhöht. Am selben Tag aber haben zwei andere Shortseller ihre Anteile an TUI hingegen reduziert, einer sogar erheblich.

So verringerte LMR Partners LLP seine Anteile an TUI von zuvor 0,53 Prozent auf jetzt 0,47 Prozent. Noch deutlicher ging es mit den Anteilen von Marshall Wace LLP abwärts. Erst am 28. März hatte der Hedgefonds aus London seine TUI-Anteile von 1,30 auf 1,40 Prozent erhöht, nur um sie am 31. März auf 1,29 Prozent zu reduzieren. So sieht wohl Unentschlossneheit aus.

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