Ferrari steht für Exklusivität, Leistung und ein Geschäftsmodell, das sich von der Autoindustrie abhebt. Der Luxushersteller aus Maranello bleibt selbst angesichts neuer US-Zölle souverän – und passt seine Preise strategisch an. Die Börse honoriert den Kurs: Die Aktie legte am Freitagvormittag um 2,78 % zu.
Preisanpassung statt Strategiebruch
Ferrari reagiert auf die ab April geltenden US-Zölle auf EU-Autoimporte mit einer gezielten Änderung seiner Handelspolitik. Für Modelle, die vor dem 2. April importiert werden, bleibt alles beim Alten. Auch die Baureihen 296, SF90 und Roma sind dauerhaft von Preissteigerungen ausgenommen – unabhängig vom Lieferdatum. Bei anderen Modellen können Preise um bis zu 10 % steigen, abhängig vom jeweiligen Händler.
Die Maßnahme wirkt wie ein Kompromiss: Ferrari will Kosten weitergeben, ohne die Kundenzufriedenheit zu gefährden. Der Fokus bleibt auf Planungssicherheit für Käufer und Verlässlichkeit im Händlernetz.
Finanzziele bleiben unangetastet – mit kleinem Makel
Trotz der neuen Rahmenbedingungen bestätigt Ferrari seine finanziellen Ziele für das Jahr 2025. Der Hersteller erwartet jedoch einen möglichen leichten Rückgang der operativen Marge um 50 Basispunkte – das entspricht einem halben Prozentpunkt bei EBIT und EBITDA. Diese Dämpfung dürfte angesichts des preisstarken Produktsortiments verkraftbar bleiben.
Die klare Botschaft: Ferrari will den Luxusstatus wahren, nicht über Rabatte oder aggressive Gegenmaßnahmen reagieren.
Ferrari Aktie Chart
Aktie im Aufwind – Anleger zeigen Vertrauen
Der Markt nahm die Neuigkeiten positiv auf. Die Aktie gewann am Freitag rund 2,8 % an Wert. Anleger honorieren die Kombination aus Preisdisziplin, transparenter Kommunikation und strategischer Flexibilität. Das Vertrauen bleibt, dass Ferrari selbst in herausfordernden Handelsumfeldern Wachstum liefern kann – ohne die Exklusivität seiner Marke zu verwässern.
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