Ein unerwarteter Etappensieg im Patentstreit mit Konkurrent BioNTech katapultierte die CureVac-Aktie am Freitag um beeindruckende 9,07 Prozent nach oben. Mit einem Kurs von 2,87 Euro konnten die Tübinger damit fast alle Kursverluste seit Jahresbeginn wettmachen. Auch an der NASDAQ legten die ADRs um 8,21 Prozent zu. Doch was steckt hinter diesem plötzlichen Kursfeuerwerk?
David gegen Goliath im mRNA-Patentkrieg
Das Europäische Patentamt (EPA) bestätigte die Gültigkeit des europäischen CureVac-Patents EP 3 708 668 B1 mit kleineren Anpassungen. Der Einspruch von BioNTech, der die Gültigkeit des Patents angefochten hatte, wurde weitgehend zurückgewiesen. Ein entscheidender Erfolg für CureVac im seit April 2023 schwelenden Konflikt.
Damals hatte BioNTech sechs Rechte am geistigen Eigentum im Bereich der mRNA-Technologie angefochten. Die jetzige EPA-Entscheidung gilt als richtungsweisender Hinweis für die anstehende gerichtliche Auseinandersetzung im Juli, bei der das Landgericht Düsseldorf über eine mögliche Patentrechtsverletzung entscheiden soll.
Pionierrolle und finanzielle Perspektiven
Dr. Alexander Zehnder, Vorstandsvorsitzender von CureVac, betonte die Bedeutung dieser Entscheidung: „Wir begrüßen die Entscheidung des EPA und sind überzeugt, dass das Patent auch in seiner angepassten Form verletzt ist.“ Er bekräftigte CureVacs Anspruch als Pionier der mRNA-Technologie und die Forderung nach angemessener Entschädigung.
CureVac Aktie Chart
Für CureVac geht es um mehr als nur Anerkennung. Sollte sich das Unternehmen in den weiteren Verfahren durchsetzen, winken potenziell erhebliche Lizenzgebühren von BioNTech, dessen COVID-19-Impfstoff Comirnaty Milliardenumsätze generierte. Eine willkommene Finanzspritze für CureVac, das sein eigenes COVID-Vakzin aufgrund mangelnder Wirksamkeit nie auf den Markt bringen konnte.
Der Patentstreit ist jedoch noch lange nicht entschieden. BioNTech hat sich bislang nicht zu den aktuellen Entwicklungen geäußert und verfügt über weitreichende rechtliche Ressourcen. Dennoch: Für CureVac und seine Aktionäre markiert die EPA-Entscheidung einen wichtigen Meilenstein im Kampf um Anerkennung seiner Pionierarbeit in der mRNA-Technologie.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich dieser erste Erfolg in ein finanziell lukratives Urteil übersetzen lässt. Anleger sollten die Entwicklungen im Juli vor dem Landgericht Düsseldorf genau verfolgen.
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