Liebe Leserin, Lieber Leser,
der Wasserstoffmarkt wird von mehr Unternehmen beackert, als es manch einem bewusst sein dürfte. Vielleicht erging es Ihnen ähnlich wie mir und sie ordneten Schaeffler bisher als Automobilzulieferer ein, dessen Nebenschauplätze kaum weiter beachtet wurden. Bei der Hannover Messe stellt das Unternehmen sich nun aber als „Motion Technology Company“ vor und hat erstaunlich viel zum Thema Wasserstoff zu zeigen.
Schaeffler spricht von innovativen neuen Anlagen, welche die Energiewende vorantreiben und die industrielle Produktion nachhaltiger gestalten sollen. Der Star des Ganzen ist ein Elektrolyseur mit einer Leistung von bis zu einem Megawatt. Jener soll täglich bis zu 450 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren können, so er denn mit genügen Energie gespeist wird. Begleitet wird dies von Bipolarplatten mit besonderer Beschichtung und Brennstoffzellen-Stacks. Schaeffler versteht sich als Anbieter, welcher die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Herstellung bis zur Nutzung abbildet.
Keine Aufbruchstimmung bei Nel ASA und Co.
Ob Schaeffler damit die eine oder andere Tür einrennen kann, sei an dieser Stelle dahingestellt. Es ist aber erfrischend, so viel Zuversicht zu sehen. Während Wasserstoff an der Börse seit einiger Zeit nur noch ein Schattendasein fristet, scheint die Industrie das Thema weiterhin aufmerksam zu verfolgen und aktiv an Lösungen für fraglos vorhandene Probleme zu tüfteln.
Leider wirken die Ambitionen an der Börse nicht ansteckend. Dort hat es die Bullen kurz vor den erwarteten Zöllen von US-Präsident Donald Trump in die Schockstarre versetzt, was von den Verkäufern eiskalt ausgenutzt wird. Im Zuge dessen gibt es wieder viele rote Vorzeichen zu sehen. Die Schaeffler-Aktie ist mit Verlusten von 0,3 Prozent im frühen Handel keine Ausnahme. Die Abschläge seit Jahresbeginn summieren sich bei 3,80 Euro auf knappe zwölf Prozent und das 52-Wochen-Tief klopft schon wieder an.
Schaeffler Aktie Chart
Nach einer kleinen Erholung am Dienstag bekommt es auch Nel ASA wieder mit heftigem Gegenwind zu tun. Dort stürzte der Kurs heute Morgen um 6,8 Prozent auf 0,21 Euro zurück. Noch hält die Unterstützung bei 0,20 Euro. Allzu viel Verlass ist darauf aber nicht und unterhalb des wahrscheinlich letzten Supports dürften die Bären recht schnell wieder auf Tuchfühlung zum Allzeit-Tief gehen.
Miese Stimmung allerorten
Die Suche nach Gewinnern im heutigen Handel ist kein einfaches Unterfangen und in Sachen Wasserstoff bleiben solche Bemühungen wohl fruchtlos. Plug Power setzte bereits gestern um drei Prozent auf 1,31 US-Dollar zurück und bekam es an den hiesigen Märkten mit weiterem Gegenwind zu tun. Das ist nachvollziehbar, hat der US-Konzern zuletzt doch wieder einmal niederschmetternde Zahlen vorweisen müssen.
Thyssenkrupp Nucera punkte zwar auch nicht mit astronomischen Gewinnen, steht fundamental aber durchaus etwas besser da. Im vergangenen Jahr konnten Rekordumsätze verzeichnet werden. Im Gegensatz zur US-Konkurrenz blickt das Unternehmen auch nicht auf eine Regierung, welche erneuerbaren Energien den Kampf angesagt hat. Stattdessen wird schon mit etwas Vorfreude auf historische Investitionen in die Infrastruktur geblickt. Die allgemeine Marktstimmung sowie eher vorsichtige Prognosen für das laufende Jahr stehen frischer Kauflaune aber im Weg. Auf 8,60 Euro brachte die ThyssenKrupp Nucera-Aktie es heute Morgen. Das sind gut 22 Prozent weniger als noch zu Anfang Januar.
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