Liebe Leserin, Lieber Leser,
aktuell findet die Hannover Messe statt, bei der sich Industriekonzerne aus aller Welt zeigen und der Welt ihre Neuheiten präsentieren. Wasserstoff spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Unter anderem ist Bosch zugegen und stellt diverse Gerätschaften aus dem Bereich vor, mit denen endlich etwas mehr Tempo in den Ausbau kommen soll. An der Börse verhallt all das aber ungehört.
Dort kennt man heute wohl nur ein einziges Thema, und zwar die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle in fast schon lächerlicher Höhe. Die US-Märkte knickten bereits am Freitag ein, was Plug Power schwer zu spüren bekam. Der Titel erreichte zuvor bereits neue Tiefstände, gab nun aber noch einmal um knapp sieben Prozent bis auf 1,34 US-Dollar nach. Dort angekommen summieren sich die Verluste allein seit Jahresbeginn auf 37 Prozent.
Tiefe Verunsicherung auch bei Nel ASA
Plug Power ist mit Donald Trump im Weißen Haus mindestens doppelt gestraft. Nicht nur sorgt der Handelskrieg gegen Freund und Feind für tiefe Verunsicherung. Unvergessen sind auch Trumps Tiraden gegen Erneuerbare Energien und so ziemlich jede Energieform, die nicht in fossiler Form aus dem Erdboden extrahiert werden kann. Es bleibt dabei, dass der ohnehin kriselnde Konzern in den nächsten Jahren auf staatliche Unterstützung kaum zu hoffen braucht.
Plug Power Aktie Chart
Der massive Verkaufsdruck beschränkt sich allerdings längst nicht nur auf die US-Märkte. Auch in Europa werden die Folgen von Trumps Zollpolitik gefürchtet. DAX und Co. sind am heutigen Montag in tiefes Rot getaucht und niemand scheint sich dem erwehren zu können. Bei Nel ASA rasselte es ebenfalls gewaltig mit Kursverlusten von 7,6 Prozent. Jeder Anflug von Zuversicht scheint sich aufzulösen und der Kurs setzt auf 0,20 Euro zurück.
Die Freude verfliegt
Dabei hatte Nel ASA zuletzt einiges zu bieten, angefangen beim Einstieg von Samsung E&A bis hin zu einigen Auftragseingängen, wenn auch auf einem eher bescheidenen Niveau. Die Lage hatte sich im Vergleich zum vorherigen Jahr allerdings merklich aufgehellt. Doch gute Neuigkeiten treten schlicht in den Hintergrund, was auch der Aktie von SFC Energy zusetzt.
Trotz guter Zahlen, Rüstungsfantasien und diverser Neuaufträge musste die SFC Energy-Aktie heute Morgen Kursverluste von 3,6 Prozent hinnehmen und der Kurs gab bis auf 21,45 Euro nach. Anders als bei Plug Power bleibt hier noch Abstand bis zu den Jahrestiefständen. Darauf ausruhen können und sollten die Anteilseigner sich aber eher nicht. Denn sollte die Stimmung sich nicht bald wieder bessern, würde eine ausgeweitete Verkaufslawine wohl auch vor SFC Energy kaum Halt machen. Im Gegenteil: nach durchaus ansehnlichen Kursgewinnen lädt der Kurs zu Gewinnmitnahmen geradezu ein.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Die aktuellen Marktverwerfungen haben mit Wasserstoff maximal beiläufig etwas zu tun. Dementsprechend gibt es auch einen kleinen Hoffnungsschimmer darauf, dass die Bullen sich wieder fangen können und manchen Tiefflug als Einstiegschance betrachten. Doch noch bleibt offen, was geschehen mag, nachdem der Staub sich etwas gelegt hat. Zumindest in dieser Woche dürfte Trumps Zollhammer die Märkte aber fest im Griff haben, was den Blick auf positive Entwicklungen bei Wasserstoff oder sonstwo doch erheblich eintrübt. Anleger tun deshalb gut daran, sich zunächst auf einen Sturm einzustellen.
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