Liebe Leserin, Lieber Leser,
fast schon ließe sich die gestrige Ausgabe an dieser Stelle einfach wiederholen, denn die tonangebenden Faktoren sind dieselben geblieben. Unverändert stehen die Märkte unter dem Eindruck der brachialen Zölle, welche US-Präsident Donald Trump am Mittwoch ankündigte. Die einzige Veränderung ist vielleicht, dass das Tempo bei den Abwertungen noch einmal angezogen hat.
Noch ist unklar, welche Auswirkungen sich genau ergeben werden. Klar ist für den Moment erst einmal nur, dass Donald Trump für genau das sorgte, wovor er im Falle eines Wahlsiegs von Kamala Harris im Sommer noch warnte: einen veritablen Börsencrash. Jener zieht sich durch sämtliche Branchen und macht auch vor den ohnehin schon angeschlagenen Wasserstoff-Aktien nicht Halt. Im Gegenteil: wir haben es zum Teil mit neuen Tiefständen zu tun.
Plug Power im Tal der Tränen
Es lässt sich nur darüber spekulieren, wie die Zölle den Sektor beeinflussen mögen. Positive Effekte sind aber nicht zu erwarten. Denn nicht nur Wasserstoff an sich passiert munter Grenzen und ist daher auf einen möglichst freien Handel angewiesen. Auch die Bauteile zur Herstellung von Anlagen sowie fertige Elektrolyseure und Konsorten bleiben selten am gleichen Fleck, an dem sie gebaut wurden. Es braucht nicht viel Fantasie, um mit steigenden Preisen zu rechnen. Dabei sind die hohen Preise doch eines der größten Probleme im Segment.
Eher diffuse Ängste reichen vollkommen aus, um der Plug Power-Aktie den nächsten Schlag zu versetzten. Um 8,3 Prozent stürzte das Papier gestern in die Tiefe, nachbörslich gab es weitere Verluste zu sehen. Unterhalb von 1,20 US-Dollar entsteht gerade ein neues 52-Wochen-Tief und selbst die magische Linie bei einem Dollar scheint lange nicht mehr sicher zu sein.
Nel ASA Aktie Chart
Nel ASA: Die Bullen werfen das Handtuch
Noch nicht ganz auf Jahrestief abgerutscht ist die Aktie von Nel ASA. Ehrlicherweise riecht es aber stark danach, als könnte es bis dahin nicht mehr lange dauern. Denn der enorme Verkaufsdruck bescherte dem Title heute Morgen Kursverluste von sieben Prozent und damit eine Stippvisite in Regionen unterhalb von 0,20 Euro. Damit wird die vermutlich einzige Unterstützung im Chart nach unten gerissen.
Dasselbe Spiel lässt sich bei ThyssenKrupp Nucera beobachten, wo der Kurs bis zum Mittag um 7,7 Prozent abstürzte und bei 7,80 Euro landete. Mit 7,54 Euro wurde hier bereits ein neues Jahrestief markiert. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen: es wäre nicht die größte Überraschung, sollte es bis Handelsschluss weitere Tiefpunkte zu sehen geben. Die Stimmung ist schlecht wie selten zuvor und die Märkte erleben den heftigsten Rückgang seit dem Corona-Crash im Jahr 2020 – dieses Mal allerdings vollkommen ohne Not und nur aufgrund der seltsamen Ideologie eines wütenden Mannes im Weißen Haus, der sich aktuell lieber um ein Golfturnier in Florida als um die Weltwirtschaft kümmert.
Im Auge des Sturms
Keine Frage: die derzeitige Aufregung wird sich früher oder später legen, da die genauen Folgen von Trumps Zöllen noch nicht richtig absehbar sind. Die nächste Ruhephase könnte aber dem Auge eines Sturms gleichen. Denn noch ausstehend sind Reaktionen von Handelspartnern der USA und die Antwort auf die Frage, ob wir uns gerade auf dem Weg in einen waschechten Handelskrieg befinden. Sollte dies der Fall sein, so würden die gewöhnlichen Sorgen und Nöte von Wasserstoff-Aktien in den Hintergrund treten. Dies allerdings nicht im positiven Sinne und eine Trendwende würde weiter denn je in die Ferne rücken.
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