Volkswagen ist einer der größten Autobauer der Welt – mit Marken wie Audi, Porsche, Skoda und VW selbst prägt der Konzern aus Wolfsburg seit Jahrzehnten die Branche. Doch der Gegenwind wird rauer: In den USA tritt eine neue Zollwelle in Kraft, die Importe aus Europa und Mexiko massiv verteuert. VW reagiert mit Preisanpassungen und einem drastischen Eingriff in die Logistik. Die Aktie steht unter Beobachtung.
Zwangsabgabe statt Preisschild: VW führt „Importgebühr“ ein
Um die 25-Prozent-Strafzölle der USA auf ausländische Fahrzeuge abzufedern, greift Volkswagen zu einem ungewöhnlichen Mittel: Kunden in den USA sollen auf betroffene Modelle eine sogenannte Importgebühr zahlen, berichtet das Wall Street Journal. Die Details dazu will der Konzern Mitte April bekannt geben. Klar ist aber schon jetzt: Die Zusatzkosten dürften beim Endkunden landen.
Zugleich hat VW den Bahntransport von Fahrzeugen aus Mexiko gestoppt und Schiffe aus Europa zurückbeordert. Hintergrund ist die Unsicherheit, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt. Der Konzern will flexibel bleiben, Fahrzeuge zurückhalten und gezielt ausliefern, sobald sich die Lage klärt.
Handelskrieg reloaded: Zölle treffen VW mitten ins Geschäft
Für Volkswagen ist der US-Markt strategisch wichtig. 2024 gingen rund 8 Prozent der weltweiten VW-Exporte in die Vereinigten Staaten. Audi, Porsche und VW sind dort gut etabliert – und nun akut gefährdet. Denn Fahrzeuge aus Europa und Mexiko sind direkt von den neuen US-Zöllen betroffen. Die Ankündigung wirkt wie ein Dämpfer für die Exporthoffnungen des Konzerns.
Die Politik von Präsident Trump bringt die gesamte deutsche Autoindustrie in Zugzwang. Laut VDA sind fast eine halbe Million Fahrzeuge jährlich betroffen. Die Zölle gelten nicht nur für Autos, sondern auch für Teile – was die Produktion in den USA zusätzlich verteuern könnte.
Blick nach innen: VW steckt sowieso mitten im Umbau
Parallel zur Zoll-Debatte steht der Konzern vor internen Herausforderungen. Die E-Mobilität verlangt hohe Investitionen, der Absatz stockt in wichtigen Märkten wie China, und der Konkurrenzdruck aus Asien wächst. Dazu kommen Überkapazitäten in der Produktion – ein Problem, das der Markt laut Berenberg-Analyse schon länger mit Argwohn beobachtet.
VW hat daher bereits umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Stellenabbau, Effizienzprogramme und ein klarerer Fokus auf profitable Modelle stehen auf der Agenda. In diesem Kontext sind die Zölle ein zusätzlicher Bremsklotz.
Volkswagen AG VZ. Aktie Chart
Wie reagiert die Börse?
Die VW-Aktie bleibt nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Zwar sieht Berenberg weiterhin Kurspotenzial mit einem Ziel von 122 Euro, doch das Momentum ist fragil. Denn der Druck auf die Margen steigt – sowohl durch politische Risiken als auch durch strukturelle Umbrüche im Automarkt. Anleger brauchen Geduld.
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