Die Wall Street reagierte am Donnerstag erleichtert auf die aktuellen Inflationsdaten. Die Preissteigerung fiel moderater aus als befürchtet, was Hoffnung auf eine stabilere Geldpolitik der US-Notenbank weckt. Doch während Tech-Aktien kräftig zulegten, bleibt die Gesamtstimmung an den Märkten fragil. Neue Zölle auf Stahl und Aluminium sowie drohende Vergeltungsmaßnahmen aus Europa und Kanada bremsen eine stärkere Erholung.
Tech-Werte treiben Nasdaq und S&P 500 nach oben
Besonders der Nasdaq Composite profitierte von der optimistischen Marktreaktion auf die Inflationsdaten. Ein Plus von 1,2 % zeigt, dass Anleger nach den jüngsten Verlusten wieder Vertrauen in riskantere Tech-Titel fassen.
NASDAQ-100 Chart
Auch der S&P 500 legte um 0,5 % zu und konnte damit seine zweitägige Verlustserie beenden. Insbesondere Schwergewichte wie Nvidia (+5,8 %) und Palantir Technologies halfen, den Index zu stützen. Doch trotz der Gewinne blieben weite Teile des Marktes unter Druck. Weniger riskante Sektoren wie Konsumgüter und Gesundheitsaktien zeigten Schwäche.
Der Dow Jones Industrial Average hingegen konnte nicht profitieren. Der Index verlor 0,2 % bzw. 83 Punkte und bewegte sich in einer volatilen Handelsspanne zwischen Gewinnen und Verlusten. Zwar halfen Kursgewinne von Salesforce und Goldman Sachs, größere Verluste zu vermeiden, doch die Mehrheit der Dow-Werte notierte im Minus.
Trumps Zollpolitik verunsichert die Märkte
Die Handelskonflikte sorgen erneut für Unruhe. Die US-Regierung hat 25 % Zölle auf Stahl und Aluminium in Kraft gesetzt – mit der Warnung, dass Kupfer als Nächstes folgen könnte. Reaktionen aus Europa und Kanada ließen nicht lange auf sich warten: Vergeltungsmaßnahmen sind bereits angekündigt.
Besonders Industrie- und Konsumgüteraktien reagierten empfindlich auf die neuen Handelsrisiken. Analysten befürchten, dass die Maßnahmen die ohnehin fragile Wirtschaft zusätzlich belasten könnten. Das Gespenst der Stagflation – also einer Kombination aus schwachem Wachstum und hoher Inflation – treibt Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn.
S&P 500 in der Korrekturzone – Wie tief geht es noch?
Ein weiteres Warnsignal kommt aus der Charttechnik: Der S&P 500 hat offiziell die Korrekturzone erreicht. Mit einem Rückgang von über 10 % seit dem letzten Hoch ist die Skepsis unter Investoren spürbar gewachsen.
Auch der Dow Jones fiel um 1,3 % auf 40.813 Punkte, während der Nasdaq 2 % nachgab. Besonders beunruhigend: Die großen US-Indizes haben ihre Gewinne seit der Präsidentschaftswahl im November komplett abgegeben. Die Marktschwäche setzt sich also über Monate hinweg fort.
Nächste Daten im Fokus: Kommt eine Stabilisierung?
Die nächsten Handelstage könnten entscheidend sein. Am Donnerstag erscheinen die Erzeugerpreise, gefolgt von einer Konsumentenstimmungs-Umfrage am Freitag. Beide Daten könnten Hinweise darauf liefern, ob die Inflation weiter abkühlt oder ob sich der Preisauftrieb verstetigt.
Sollten die Zahlen enttäuschen, könnte sich die Korrektur an den US-Märkten weiter verschärfen. Umgekehrt könnte eine positive Überraschung die Hoffnung auf eine baldige Zinspause der Fed befeuern und für eine nachhaltigere Erholung sorgen.
Eines ist sicher: Die Nervosität bleibt hoch.
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