Liebe Leserin, lieber Leser
die Anleger hatten die TUI-Aktie nach den Quartalszahlen so richtig abgestraft. Von 8,51 Euro noch am 10. Februar ging es mit den Papieren des Reisekonzerns bereits am Tag der Präsentation auf bis zu 7,49 Euro zurück, doch das war noch lange nicht das Ende. Erst bei 6,52 Euro fand die TUI-Aktie vor diesem Wochenenhde ihren Boden. Aktuell notiert sie im Xetra-Handel etwas höher bei 6,99 Euro. Die noch immer nicht gänzlich gewichene Skepsis an den Märkten stieß bei institutionellen Beobachtern zweifellos auf reichlich Unverständnis, sahen sie TUI durchgehend doch weit stärker. Und das gilt jetzt auch für eine Ratingagentur.
Analysten: TUI-Kursziele reichen bis 11 Euro
Denn angesichts der durch TUI vermeldeten Rekordzahlen, die sogar deutlich über denen der Vor-Corona-Zeit lagen, hatten die Analysten bei ihren Kurszielen für die Aktie zwar weit auseinandergelegen. Doch selbst das von der britischen Barclays aufgerufene Kursziel von 7,70 Euro, laut marketscreener.com das niedrigste der Analysten überhaupt, wurde in der Folge weit unterschritten. Von den Prognosen anderer Häuser ganz zu schweigen:
- Deutsche Bank: 11,00 EUR
- Bernstein Research: 7,90 EUR
- UBS: 8,28 EUR
- Jefferies: 8,20 EUR
Vor allem die Deutsche Bank erkannte bei TUI also noch mächtig Kurspotenzial, und hat das auch begründet: Der Quartalsbericht bestätige den positiven Trend zu Beginn des neuen Geschäftsjahres, schrieb Analyst Andre Juillard. So habe der Umsatz des Reisekonzerns gar „einen historischen Höchststand“ erreicht.
Moody’s hebt Bonitätsnoten für TUI an
Nun zog die Ratingagentur Moody’s nach: Sie hat laut Medienberichten am Dienstag ihre Bonitätsnoten für den Reisekonzern angehoben, „nach besser als erwarteten Zahlen für das Geschäftsjahr 2024“, wie es hieß. Diese hätten zu einem positiven bereinigten freien Cashflow (FCF) geführt, der durch Wachstum in allen Geschäftsbereichen erzielt wurde, zitiert finanzen.net aus der Begründung. Dies habe zu verbesserten Kreditkennzahlen geführt wie dem Verhältnis von Verschuldung zu EBITDA, teilte Moody’s Investors Service demnach mit.
Die Ratinganalysten hoben das Corporate Family Rating (CFR) für TUI dem Bericht zufolge von B1 auf Ba3 und das Probability of Default Rating (PDR) von B1-PD auf Ba3-PD an. Der Ausblick sei von positiv auf stabil geändert worden. Dieser spiegele die Erwartung wider, „dass der Verschuldungsgrad des Reisekonzerns bis zum Ende eines jeweiligen Geschäftsjahres konstant bei oder unter 2,5x bleiben wird und dass der FCF weiterhin im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich im Verhältnis zu den von Moody’s bereinigten Schulden liegen wird“.
TUI-Tochter TLT meldet „Traumzahlen“
Wie zur Bestärkung titelt TUI am Diensatg auf seiner Presseseite: „TLT Urlaubsreisen startet mit Traumzahlen ins Jubiläumsjahr.“ Zum 20-jährigen Bestehen der mobilen Reisevertriebsorganisation der TUI präsentiert die TLTU demnach „sehr starke Umsatzzahlen“ und freut sich auf das bevorstehende Jahreshighlight auf der Mein Schiff 7. „Das wird das größte Event in der Geschichte der TLTU“, so TLTU-Geschäftsführer André Repschinski.
Anfang Mai stechen demnach mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie rund 50 Veranstalter- und Dienstleistungspartner mit der Mein Schiff 7 in See und gehen auf gemeinsame Kreuzfahrt nach Oslo und Kopenhagen. Doch schon ins Jubiläumsjahr ist die TUI-Tochter „mit Rückenwind gestartet“.
- Der Buchungsumsatz im Geschäftsjahr 2024 überstieg 170 Millionen Euro
- Rund 70 weitere Reiseexperten haben sich demnach der TLTU angeschlossen
TUI steigerte Börsenwert wieder deutlich
Der TUI-Aktie taten beide aktuellen Nachrichten offenbar gut. Ob es sich bei er Erholung um eine Trendumkehr handelt, muss sich allerdings noch weisen. Aktuell notiert die Aktie noch deutlich unter ihrem Jahreshoch. Allerdings: Seit ihrem jüngsten Tiefstand, ausgebildet bei einem Kurs von 5,08 Euro im August 2024, hat das größte Touristikunternehmen Europas fast 40 Prozent an Börsenwert dazugewonnen.
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