Donald Trump hat geliefert, was viele befürchtet hatten: Mit seinem sogenannten „Liberation Day“ läutet der US-Präsident einen radikalen Kurswechsel in der Handelspolitik ein. Ab sofort gelten pauschale 10 % Importzölle – zusätzlich zu deutlich höheren Sätzen für ausgewählte Länder. China, die EU und Taiwan trifft es besonders hart. Die Folgen spüren nicht nur Exportnationen, sondern auch die globalen Finanzmärkte.
Trump startet den Zoll-Showdown
Vor der Presse kündigte Trump das neue Zollpaket als historischen Wendepunkt an. Seine Argumentation: Jahrzehntelanger Freihandel habe die USA geschwächt, Produktionskapazitäten vernichtet und das Land abhängig von China und Co. gemacht. Um das zu korrigieren, verhängt er nun:
10 % Basiszoll auf alle Importe
25 % auf ausländische Autos
34 % auf chinesische Waren
20 % auf EU-Produkte
32 % auf Importe aus Taiwan
Diese Sätze kommen teils noch obendrauf auf bestehende Maßnahmen aus seiner ersten Amtszeit.
Aktienmärkte reagieren mit Schock
Noch während der Ankündigung brachen die Futures auf den S&P 500 um 2,2 % ein. Besonders betroffen: exportabhängige Tech-Konzerne wie Apple, Amazon, Nvidia und Qualcomm. Die Aussicht auf teurere Vorprodukte, Produktionsverlagerungen und globale Unsicherheit drückt auf die Bewertungen.
NASDAQ 100 Chart
Auch Airlines gerieten unter Druck – Investoren fürchten, dass Reisebudgets schrumpfen, sollte sich das Wirtschaftsklima eintrüben. Der globale Frachtverkehr steht bereits unter Druck. Frachtraten steigen, Lieferketten geraten ins Wanken – so wie zuletzt während der Pandemie.
Wirtschaft im Gegenwind: Wachstum runter, Preise rauf
Die neue Zollpolitik wirkt wie ein doppelter Schock: Sie kann das Wachstum bremsen und gleichzeitig die Preise anheben – eine ungünstige Kombination. Analysten warnen vor einem „stagflationären Szenario“, bei dem Wirtschaft und Konsum schwächeln, während Unternehmen steigende Kosten weitergeben.
US-Unternehmen, die auf internationale Vorprodukte angewiesen sind – etwa aus der Chip-, Maschinen- oder Pharmabranche – sehen sich mit höheren Einkaufspreisen konfrontiert. Gleichzeitig könnten Vergeltungszölle anderer Länder amerikanische Exporte blockieren. Schon jetzt warnen europäische Regierungsvertreter vor Gegenmaßnahmen.
Keine Strategie, kein Exit
Was die Märkte zusätzlich verunsichert: Es gibt kein klares Ziel – und keinen absehbaren Ausweg. Die Zölle scheinen kein Druckmittel für Verhandlungen zu sein, sondern eher Ausdruck einer grundsätzlichen Abkehr vom globalen Handelssystem. Die Gefahr: Ein Handelskrieg ohne Plan, mit offenem Ende.
Einzelne Branchen – etwa Pharma oder Halbleiter – könnten durch Sonderzölle doppelt getroffen werden. So belastet etwa die 32 %-Abgabe auf Importe aus Taiwan indirekt US-Chipkonzerne, die stark auf Lieferanten wie TSMC angewiesen sind.
Weltwirtschaft unter Stress
Ökonomen sind sich einig: Die neue Zollpolitik dürfte weltweit dämpfend wirken. Schwellenländer, die stark vom Export abhängig sind, könnten besonders leiden. Die EU sieht sich mit unfairen Maßnahmen konfrontiert, obwohl sie selbst zu den wichtigsten Handelspartnern der USA zählt.
Zudem drohen Auswirkungen auf die Inflation, Produktionskosten und Investitionen – nicht nur in den USA, sondern auch bei deren Partnern. Die Botschaft: Wer global wirtschaftet, muss sich auf neue Spielregeln einstellen. Und die können sich jederzeit wieder ändern.
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