Jahrelang dümpelten die europäischen Börsen hinter den US-Märkten her. Doch 2025 dreht sich das Bild. Der STOXX Europe 600 liegt deutlich im Plus, während der S&P 500 verliert. Hintergrund sind geopolitische Verschiebungen, fiskalische Lockerungen und ein neuer wirtschaftspolitischer Kurs in der EU.
Von der Krise zur Chance: Europas Reaktion auf Trump
US-Präsident Trump hat mit neuen Zöllen und einer deutlich kühleren Haltung gegenüber Europa alte Gewissheiten erschüttert. Doch genau das löste in Berlin, Paris und anderswo eine Wende aus: Deutschland verabschiedete ein 1-Billion-Euro-Investitionsprogramm, die EU lockerte ihre Haushaltsregeln, und Sicherheitsausgaben wurden zur wirtschaftspolitischen Priorität. Der Effekt: Investoren erkennen neues Wachstumspotenzial in einer Region, die lange als strukturell träge galt.
Noch günstig bewertet – trotz Kursplus
Trotz Kursanstieg bleibt Europa günstig: Der STOXX 600 handelt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14,6. Zum Vergleich: Der S&P 500 liegt bei 21. Die Bewertungslücke zeigt, dass Europa für viele Anleger noch untergewichtet ist. Fiskalstimuli, Zinssenkungen der EZB und erste Anzeichen wirtschaftlicher Erholung – etwa im deutschen Bau oder der Industrie – stützen diese Sicht.
Small Caps und Zykliker rücken in den Fokus
Besonders gefragt sind laut UBS und anderen Analysten europäische Nebenwerte, etwa aus dem Industrie- und Technologiesektor. Viele dieser Firmen sind stärker auf den Binnenmarkt fokussiert und damit weniger anfällig für neue Zölle. Gleichzeitig sind sie historisch günstig bewertet und profitieren überdurchschnittlich vom konjunkturellen Aufschwung.
Südeuropa überrascht mit Stärke
Auch lange abgeschriebene Märkte wie Italien, Spanien oder Griechenland melden sich zurück. Unternehmensgewinne steigen, Aktienrückkäufe nehmen zu – die Folge: steigende Kurse. Viele Investoren entdecken diese Regionen gerade erst neu.
Aktienideen mit Aufholpotenzial
Einige Beispiele, die Fondsmanager laut dem US-Fachblatt Barron’s derzeit bevorzugen:
Arkema (Frankreich): Chemieunternehmen, das von Infrastrukturinvestitionen profitieren könnte.
Kemira (Finnland): Stromkosten-Vorteil dank eigener Beteiligungen an Wasserkraftwerken.
Porsche (Deutschland): Trotz Zöllen attraktiv – Luxus bleibt gefragt. Wer bereit ist, 200.000 USD für ein Auto zu zahlen, stört sich nicht daran, wenn auf dem Preisschild plötzlich 250.000 USD stehen.
British American Tobacco: Günstig bewertet, hohe Dividende, starker Asien-Fokus.
Groupe Bruxelles Lambert: Konglomerat mit Abschlag zum inneren Wert, stabile Dividendenrendite.
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