Trump Media-Aktie stürzt ab: Warum Anleger das Vertrauen verlieren

Trump Media verliert an der Börse massiv – trotz Trump-Rückenwind. Was hinter dem Absturz der DJT-Aktie steckt.

Auf einen Blick:
  • SEC-Filing sorgt für Kursrutsch – mögliche Aktienverkäufe im Raum
  • Umsatz schrumpft, Verluste steigen: Fundamentaldaten alarmieren
  • Neue ETF-Offensive bringt kurzfristige Hoffnung, aber wenig Substanz

Trump Media & Technology Group (Ticker: DJT) betreibt das soziale Netzwerk Truth Social und wurde 2024 über ein SPAC-Börsenlisting öffentlich. Seitdem ist die Aktie ein Spielball der Emotionen – aber auch ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie groß die Lücke zwischen Markenpower und wirtschaftlicher Substanz sein kann.

Vom Börsen-Hype zur Realität

Kurz nach dem Börsendebüt lag der Kurs bei fast 80 Dollar. Inzwischen notiert die Aktie rund 75 % darunter. Allein am Mittwoch fiel sie um über 7 %, nachdem das Unternehmen ein SEC-Formular einreichte, das theoretisch den Verkauf von über 100 Millionen Aktien durch den Trump-eigenen Trust erlaubt. Zwar betont das Unternehmen, es gebe aktuell keine Verkaufsabsicht – die Nervosität an der Börse war trotzdem sofort spürbar.

Trump Media & Technology Group Aktie Chart

Das Problem: Der Markt kennt den Zustand der Bilanz. 2024 setzte Trump Media gerade einmal 3,6 Millionen Dollar um, bei einem Nettoverlust von mehr als 400 Millionen. Das Geschäftsmodell ist nicht tragfähig. Die Marktkapitalisierung liegt trotzdem bei über 4,1 Milliarden Dollar – ein Vielfaches dessen, was sich fundamental begründen lässt.

Große Namen, wenig Nutzer

Trump ist Präsident. Trump hat Reichweite. Doch Truth Social ist weit entfernt von der Größenordnung anderer Netzwerke. Selbst mit wohlwollenden Schätzungen kommt die Plattform nur auf rund 1,9 Millionen tägliche Nutzer. Zum Vergleich: Facebook hat 3,35 Milliarden, Reddit über 100 Millionen.

Viele Trump-Anhänger mögen ihn – doch nur wenige scheinen bereit, in sein Medienunternehmen zu investieren oder aktiv Inhalte auf seiner Plattform zu konsumieren. Selbst das aktuelle Update der Gruppenfunktion von Truth Social dürfte daran wenig ändern.

Fintech-Fantasien als Ablenkung?

Neueste Schlagzeile: Trump Media will über eine Partnerschaft mit Crypto.com eigene ETFs unter der Marke Truth.Fi auflegen. Die Themen: Bitcoin, „Made in America“ und patriotisch positionierte Investments.

Tatsächlich reagierte die Aktie kurzfristig mit einem Kurssprung. Aber Substanz liefert die ETF-Offensive kaum. Der Markt für Bitcoin-ETFs ist längst überlaufen, Margen sind niedrig, etablierte Anbieter dominieren. Analysten sehen darin eher Branding als echtes Geschäft.

Hinzu kommt: Trump-nahe Kryptowährungen wie $TRUMP und $MELANIA wurden binnen weniger Monate massiv abverkauft. Der Vertrauensvorschuss der Krypto-Community ist aufgebraucht.

Die Bewertung bleibt das größte Risiko

Trump Media ist hoch bewertet – gemessen am Umsatz, Buchwert und an den Nutzerzahlen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei absurder Höhe: etwa 950. Selbst wenn man der Firma denselben Wert pro Nutzer zugesteht wie Tech-Giganten wie Meta, müsste die Aktie laut Analysten um bis zu 60 % fallen, um in ein realistisches Verhältnis zu rücken.

Dazu kommt die Unsicherheit rund um künftige Kapitalmaßnahmen, mögliche Aktienverkäufe durch den Trump-Trust und die fehlende Transparenz bei wichtigen Kennzahlen wie aktiven Nutzern oder Werbeeinnahmen.

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