Super Micro Computer (SMCI) ist einer der großen Profiteure des KI-Booms. Der Serverhersteller aus Kalifornien gilt als Spezialist für Hochleistungs-Architekturen mit Nvidia-GPUs – genau das, was Rechenzentren aktuell brauchen. Doch trotz rasantem Wachstum steckt die Aktie voller Risiken. Und die werden an der Börse zunehmend eingepreist.
Kritik aus der Vergangenheit: Vertrauen bleibt brüchig
SMCI hat eine Historie, die Anleger skeptisch macht. Wegen Bilanzproblemen und verspäteter Berichte war das Unternehmen 2018 kurzzeitig vom Nasdaq ausgeschlossen. Der damalige CFO wurde später von der SEC belangt. Zwar ist der Fall juristisch abgeschlossen, doch das Misstrauen bleibt – nicht zuletzt, weil Wirtschaftsprüfer Ernst & Young kürzlich das Mandat niederlegte. Begründung: fehlendes Vertrauen in das Management.
Auch wenn derzeit keine neuen Vorwürfe belegt sind, werfen die laufenden Ermittlungen von SEC und DOJ erneut Fragen auf. Für viele Investoren ist das ein K.-o.-Kriterium.
Auf dem Papier glänzend – doch was steckt dahinter?
Die Zahlen sehen spektakulär aus: Im Geschäftsjahr 2024 stieg der Umsatz um 125 Prozent. SMCI liefert Server an Tech-Größen wie AWS und Microsoft und ist ganz vorne dabei, wenn es um neue Nvidia-Plattformen geht. Auch die Forschungsquote steigt, neue Produkte mit Flüssigkühlung und hoher Packungsdichte zeigen Innovationskraft.
Allerdings: Die Marge schrumpft. Die Bruttomarge liegt nur bei 12 Prozent – weit unter dem Branchenschnitt von 50. Das deutet auf Preisdruck hin. In einem Markt mit Konkurrenten wie Dell, HPE und Cisco kann so etwas schnell kippen.
Bewertung: Günstig, aber aus gutem Grund
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt deutlich unter dem Branchenschnitt. Klingt nach Kaufgelegenheit – wäre da nicht die Unsicherheit rund um Transparenz, Management und künftige Gewinne. Auch im direkten Vergleich mit Wettbewerbern wirkt die Aktie nicht wie ein Schnäppchen, sondern wie ein Titel mit eingebautem Risikoabschlag.
Super Micro Computer Aktie Chart
Tarife, Trump und Tech: Die äußeren Störfaktoren wachsen
Zusätzlich zur internen Schieflage droht nun externer Druck: Nach Trumps „Liberation Day“ sind neue Strafzölle auf taiwanesische, chinesische und vietnamesische Elektronik in Kraft. Die SMCI-Aktie rutschte im vorbörslichen Handel um über 4 % ab. Kommt dazu noch eine Abkühlung im Rechenzentrumsbau – wie sie Microsoft gerade andeutet – dürfte es eng werden.
Abhängigkeit von wenigen Kunden
Ein weiteres Risiko: Mehr als die Hälfte der Einnahmen stammt von wenigen Großkunden. Bricht ein Auftrag weg, fehlt sofort ein wesentlicher Umsatzpfeiler. Auch das macht das Papier anfällig – gerade in einem Markt, der schneller dreht als klassische IT-Zyklen.
Starke Schwankungen, geringe Planungssicherheit
SMCI ist beliebt bei Tradern – aber nichts für schwache Nerven. Die Aktie schwankt stark, Reaktionen auf News sind oft zweistellig. Wer hier langfristig investiert, braucht Geduld, gute Nerven – und Vertrauen in ein Management, das nicht bei allen Anlegern positiv belegt ist.
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