Schimmel und Lecks bei Kaufland: Wie trifft der Hygiene-Skandal die Branche?

Eine investigative Recherche deckt horrende Hygienezustände bei Kaufland auf. Die Konsequenzen tragen Konsumenten deutschlandweit.

Auf einen Blick:
  • Gravierende Hygienemängel in zahlreichen Filialen
  • Defekte Kühlsysteme als Keimherde identifiziert
  • Personelle Konsequenzen bereits umgesetzt
  • Branchenweite Auswirkungen noch unklar

Mäusekot, Keime und Schimmel, was nach einem hygienischen Horrorzustand klingt ist Realität. Ein Team von Investigativreportern des Stern und Team Wallraff haben deutschlandweit in Kaufland-Filialen besorgniserregende Hygienezustände festgestellt.

Nur die Spitze des Eisberges?

Von den 50 untersuchten Filialen wiesen 48 drastische Hygienemängel auf, von undichten Stellen und Schimmel in Kühlregalen, Mäusekot an Brotkisten bis hin zu gesundheitsschädlichen Keimen auf dem Hähnchen aus der Tiefkühltruhe– die Liste ist erschreckend. Genauso beunruhigend: in ganz Deutschland gibt es noch 720 weitere Filialen die bisher noch nicht untersucht wurden. Wie groß ist der hygienische Schaden in Wirklichkeit?

Hier bin ich nicht richtig

Selbst an augenscheinlich sauberen Stellen konnte das Investigativ Team eine unzulässig hohe Konzentration an Keimen feststellen. Auch die immer wieder festgestellte Bildung von großen Eiskristallen deutet auf einen gestörten oder gar unterbrochenen Kühlkreislauf der Kühltruhen hin– dies öffne Tür und Tor für verschiedenste Keime. Das Kaufland-Motto „Hier bin ich richtig“ bekommt dadurch beinahe einen höhnischen Unterton.

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Wirbelt der Vorfall Staub in der Branche auf?

In Reaktion auf die Veröffentlichungen hat der Lebensmittelhändler schon die Filialleitung in Bad Tölz und Homburg ausgetauscht. Inwiefern branchenweit mögliche Hygienestandards auch bei Konkurrenten wie Metro oder Edeka vernachlässigt wurden ist nicht bekannt. Auch die Supermarktkette Lidl, die ebenfalls wie Kaufland der Schwarz-Gruppe gehört, war kein Gegenstand der Investigativ-Recherche. Die Aktie des deutschen Großhandelsunternehmens Metro hat auf die Veröffentlichungen bisher nicht reagiert.

Die Hygiene-Hürde

Der Vorfall zeigt jedoch auch auf mit was für Kosten die Lebensmittelhändler konfrontiert sind um die geltenden Hygienestandards zu erfüllen. Große Kühlsysteme müssen regelmäßig kostenintensiv gewartet, repariert oder gar ausgetauscht werden. Weil Kaufland teure und umfangreiche Investitionen in alte und fehlerhafte Kühltruhen bisher aufgeschoben hat, zahlen Sie nun den Preis auf eine andere Art dafür.

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