Schon vor dem Amtsantritt von Donald Trump ließen sich bei US-amerikanischen Unternehmen Tendenzen feststellen, sich von DEI-Programmen zu verabschieden und der Diversität im eigenen Unternehmen keine Priorität mehr einzuräumen. SAP bekräftigte im Sommer noch, an seinen Vorhaben in diesem Bereich festzuhalten. Doch der Druck aus den USA nimmt zu.
Kürzlich tauchten Medienberichte auf, laut denen die US-Regierung auch auf europäische Unternehmen Druck ausübe, sich von Themen wie Inklusion und Gleichberechtigung zu verabschieden. Zahlreiche französische Unternehmen sollen wohl entsprechende Fragebögen ausfüllen, doch auch aus anderen Ländern gibt es entsprechende Berichte.
Bleibt SAP standhaft?
Ob auch SAP davon betroffen ist, ist bisher nicht bekannt. Das Unternehmen äußerte sich zum immer härteren Vorgehen der Trump-Administration gegen DEI auch nicht weiter. Doch Beobachter fürchten, dass die Gangart gegenüber Abweichlern ruppiger werden könnte. Aus den USA ist zu hören, dass von jeglichem Geschäftspartner mehr oder minder Linientreue erwartet wird. Selbst Verlage, welche die US-Botschaften mit Zeitungen und Zeitschriften versorgen, sind wohl ins Visier geraten.
SAP könnte hier schnell in die Zwickmühle geraten. Auf der einen Seite möchte man es sich kaum mit den USA verscherzen, wo enorme Umsätze eingefahren werden sollen. Auf der anderen Seite steht der eigene Ruf in Europa auf dem Spiel. Beim weiteren Vorgehen dürfte daher viel Fingerspitzengefühl gefragt sein.
Ein ungutes Gefühl
SAP Aktie Chart
Noch hat all das auf den Aktienkurs von SAP wenig Einfluss. Obschon der Software-Riese kürzlich zum wertvollsten Unternehmen Europas aufstieg, lässt sich im Chart aber eine gewisse Abkühlung beobachten. Seit dem Rekordhoch bei 283,50 Euro ging es um rund zwölf Prozent bis auf 247,90 Euro am Dienstagmorgen abwärts. Die US-Politik spielt dabei eine entscheidende Rolle, wenngleich die Angriffe auf DEI (noch) nicht für messbare Abwärtsbewegungen sorgen.
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