Goldpreis: Geht’s jetzt erst richtig los?

Edelmetall als Stabilitätsanker: Experten erwarten intensivierte Käufe durch Zentralbanken während globaler Marktturbulenzen und US-Handelspolitik-Unsicherheiten.

Auf einen Blick:
  • Zentralbanken verstärken Edelmetallinvestitionen
  • Entdollarisierung durch Trumps Handelspolitik
  • FOMO-Dynamik treibt Edelmetallnachfrage
  • Schwellenländer diversifizieren Währungsreserven

Im Zuge der allgemeinen Turbulenzen an den Kapitalmärkten hat auch der Goldpreis am Donnerstag nachgegeben, blieb aber zunächst deutlich über der symbolisch wichtigen 3.000-USD-Schwelle.

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Trotzdem: Die Bedeutung des Edelmetalls als sicherer Hafen dürfte nach Donald Trumps neusten Zoll-Schlägen noch einmal deutlich zunehmen, so die meisten Experten in ersten Reaktionen. Vor allem die Zentralbanken dürften angesichts der neuen US-Risiken ihre Goldkäufe fortsetzen oder gar intensivieren, was den Marktpreis unterstützen würde.

Goldpreis: Trumps Politik stellt Weltordnung auf den Kopf – viele Notenbanken retten sich in Gold

„Die Zentralbanken der Schwellenländer halten derzeit rund 10 % ihres Vermögens in Gold. Sie sollten wirklich 30 % ihres Vermögens in Gold halten“, betonte Michael Widmer, der für die Bank of America als Rohstoffstratege arbeitet, in einem Statement gegenüber Reuters. Die Notenbanken seien praktisch dazu gezwungen, ihre Reserven kumuliert um 11.000 Tonnen zu erhöhen – auch weil die Unsicherheit bezüglich der US-Wirtschaftspolitik wohl noch einige Jahre bestehen bleiben dürfte.

Jene Unsicherheit bedeute für die Zentralbanken, dass sie weniger US-Staatsanleihen in ihre Portfolios aufnähmen. In der Folge und durch die steigenden Goldkäufe werde es zu einer sukzessiven „Entdollarisierung“ kommen, so Widmer. Denn durch Trumps aggressive Handels- und Sicherheitspolitik könnten US-Staatsanleihen, die ursprünglich neben Gold als sicherer Hafen galten, massiv an Vertrauen einbüßen.

„Diejenigen Zentralbanken, die (weniger) Gold in ihren Beständen hatten, werden versuchen, mehr Gold hinzuzufügen“, sagte ein nicht näher spezifizierter Notenbank-Insider zu Reuters. „Die diesjährige Nachfrage der Zentralbanken könnte die höchste seit vielen Jahrzehnten sein.“

FOMO-Effekt könnte Gold-Rallye zusätzlich anheizen

Zur Einordnung: Zentralbanken sind traditionell eine der wichtigsten Nachfragequellen für Gold – neben dem Schmucksektor und den klassischen Vermögensanlagen. Normalerweise reduzieren die Notenbanken ihre Goldkäufe, wenn die Preise auf einem hohen Niveau liegen.

Aktuell erwartet jedoch ein Großteil der Kapitalmarktakteure einen weiterhin steigenden Goldpreis, wodurch die Notenbanker unter Druck geraten könnten, schnell noch Gold einzukaufen, bevor das Edelmetall noch teurer wird. Dieser FOMO-Effekt (fear off missing out) könnte die Gold-Rallye in den nächsten Wochen und Monaten zusätzlich anheizen.

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