Die Rational AG bleibt auch im Jahr 2024 eine Klasse für sich, wenn es um Effizienz und Ertrag geht. Das Unternehmen aus Landsberg, bekannt für seine Kochsysteme wie iCombi und iVario, legte erneut ein starkes Zahlenwerk vor. Umsatzwachstum, Margensteigerung und eine üppige Dividende stehen auf dem Papier – dennoch sackte die Aktie um rund 8 % ab. Eine Diskrepanz, die irritiert.
Umsatz wächst – aber nicht überall gleich stark
Mit einem Jahresumsatz von 1,194 Milliarden Euro legte Rational um 6 % zu. Besonders Nordamerika und Europa trugen zum Anstieg bei. In Lateinamerika wuchs der Umsatz sogar um 17 %, wenn auch auf niedrigem Niveau. In Asien dagegen lief es schleppender – dort ging es leicht bergab. Insgesamt blieb das vierte Quartal mit einem Plus von 9 % stabil.
Innerhalb der Produktpalette sorgte vor allem die iVario-Reihe für Freude: ein Plus von 16 %. Die iCombi-Kochsysteme steigerten sich um 5 %. Dazu kam eine robuste Nachfrage im After-Sales-Geschäft – also bei Zubehör, Wartung und Verbrauchsmaterialien.
Rekordmarge bei stabilen Kosten
Bei der Profitabilität zeigte Rational einmal mehr, wofür der Konzern steht. Die Rohertragsmarge kletterte auf 59,2 %, das EBIT stieg auf 314 Millionen Euro – ein Plus von 13 %. Verantwortlich dafür waren unter anderem gesunkene Kosten bei Rohstoffen und Logistik sowie eine stabile Preisstrategie.
Statt Preise aggressiv zu erhöhen, senkt Rational sogar die Kosten für Reinigungsprodukte – und signalisiert so Kundennähe. Auch das zahlt sich aus: Der Net-Promoter-Score liegt bei beachtlichen 60 Punkten – ein Wert, der Kundenzufriedenheit auf Spitzenniveau bescheinigt.
15 Euro Dividende – doch der Markt zögert
Angesichts des starken Gewinnwachstums (+17 %) schlägt Rational eine Dividende von 15 € je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote liegt bei rund 68 % – eine ordentliche Beteiligung am Unternehmenserfolg. Dennoch fiel die Aktie heute deutlich. Der Grund: Analysten sind sich uneins über den Ausblick.
Während Bernstein die Aktie weiter auf „Outperform“ mit Kursziel 1025 € sieht, bleibt RBC bei „Underperform“ und einem Kursziel von 600 €. Die UBS ist dazwischen: „Neutral“ mit Ziel 910 €. Kritisch sehen manche Experten das verhaltene Umsatzwachstum im Vergleich zur Bewertung.
Verlässliche Prognose, aber keine Euphorie
Für 2025 plant Rational mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich – realistisch angesichts geopolitischer Unsicherheiten und schwacher Konjunktur in Europa und China. Die EBIT-Marge soll bei etwa 26 % bleiben. Weltweite Preiserhöhungen sind nicht geplant. Stattdessen investiert Rational weiter in strategische Projekte und stärkt den Vertrieb.
Zum 25. Börsenjubiläum blickt Rational dennoch auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurück: 50 % Weltmarktanteil, hohe Eigenkapitalquote, keine Bankschulden. Die Rational-Story bleibt intakt – auch wenn der Markt heute kurz die Stirn runzelt.
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