Pommes statt Panik: Warum Lamb Weston gegen den Börsentrend steigt

Lamb Weston trotzt dem Börsencrash – dank starkem Q3, klarem Sparkurs und Innovationen. Was hinter dem Kursplus steckt.

Auf einen Blick:
  • Q3-Zahlen überzeugen trotz schwacher Restaurantnachfrage
  • Neuer CEO treibt umfassenden Restrukturierungsplan voran
  • Innovationen und neue Kunden stärken das Geschäftsmodell

Während an den US-Börsen Panik herrschte, stieg der Kurs von Lamb Weston am Tag der Zahlenvorlage um rund 10 Prozent. Ein Signal, das Investoren hellhörig macht. Das Unternehmen ist einer der größten Hersteller von Tiefkühlkartoffelprodukten weltweit – allen voran Pommes frites. Kunden sind Fast-Food-Ketten, Supermärkte und Restaurants in über 100 Ländern.

Doch hinter dem Kurssprung steckt mehr als nur robuste Nachfrage nach Pommes. Die jüngsten Quartalszahlen und der neue CEO zeigen, dass Lamb Weston entschlossen ist, tiefgreifend umzusteuern.

Pommes gehen immer – aber der Markt wird härter

Mit einem Umsatzplus von 4 % und einem Volumenanstieg von 9 % im dritten Quartal zeigte Lamb Weston, dass die Nachfrage trotz mauer Konjunktur hält. Besonders erfreulich: Der Volumenzuwachs kam vor allem aus neuen Kundengewinnen – etwa einer großen US-Schnellrestaurantkette, die ihre eigene Pommes-Produktion aufgab und nun auf Lamb Weston setzt.

Der Preis pro verkaufter Einheit sank allerdings. Um in einem aggressiveren Marktumfeld mitzuhalten, senkte das Unternehmen bewusst Preise – besonders im internationalen Geschäft. Das drückte auf die Marge, doch höhere Produktionsmengen und interne Effizienzgewinne glichen das teilweise aus.

Lamb Weston Holdings Aktie Chart

Das neue Management zieht die Reißleine

Seit drei Monaten steht mit Mike Smith ein neuer CEO an der Spitze. Seine Mission: das Unternehmen von Grund auf modernisieren. Er hat externe Berater ins Haus geholt und über 30 Projekte angestoßen, um Prozesse zu vereinfachen, Kosten zu senken und Kapazitäten besser auszulasten. Dabei geht es nicht nur um einzelne Einsparungen, sondern um eine umfassende „Value Creation“-Strategie, die auch den Vertrieb, das Produktangebot und das Working Capital umfasst.

Ein Beispiel: In der Logistik wurden die Auslastung von Bahnwagen optimiert und unnötige Lagerflächen aufgegeben. Allein im laufenden Geschäftsjahr sollen so 55 Millionen Dollar eingespart werden – 2026 sollen es 85 Millionen sein.

Innovationen jenseits der Fritteuse

Lamb Weston zeigt, dass sogar ein Pommes-Hersteller innovativ sein kann. Neu im Sortiment sind Produkte, die sich ohne Gefriertruhe mehrere Tage im Kühlschrank lagern lassen. Damit erschließt sich ein ganz neuer Kundenkreis – etwa Restaurants mit wenig Lagerkapazität.

Auch international tut sich etwas: In Europa kam eine neue „3-seitige“ Pommes auf den Markt, die bei Kunden gut ankommt. Und für den Einzelhandel wurden Onion Rings und Käse-Kartoffelbällchen unter bekannten Marken eingeführt.

Volle Lager, sinkende Preise – wie geht es weiter?

Die größte Herausforderung bleibt derzeit die schwache Auslastung. Die Restaurants, insbesondere Burger-Ketten in den USA, verzeichnen weniger Gäste. Lamb Weston hat darauf reagiert und Produktionslinien vorübergehend stillgelegt. Die Folge: höhere Stückkosten durch geringere Mengen – das belastet die Margen zusätzlich.

Parallel dazu wird weniger Kartoffelanbau vertraglich vereinbart. Nicht wegen schlechter Ernteaussichten, sondern weil Lagerbestände noch zu hoch sind. Die Preisverhandlungen mit Landwirten führen zu einem Preisrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich – positiv für die Kosten, aber nicht genug, um andere Teuerungen komplett auszugleichen.

Anleger schauen genau hin

Die Analystenmeinungen zur Aktie bleiben gemischt. Viele bleiben neutral, doch Wells Fargo etwa sieht weiteres Kurspotenzial und hebt das Kursziel auf 70 USD an. Die Gründe: ein überzeugender Restrukturierungsplan, solide Kundenbeziehungen und die Fähigkeit, sich auch in schwierigen Zeiten behaupten zu können.

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