Die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung steigen immer schneller. So mancher Tarif verteuerte sich in diesem Jahr im zweistelligen Prozentbereich. Der Blick auf eine anhaltend hohe Inflation und eine Europäische Zentralbank, die bisher vor einem Anheben des Zinsniveaus noch immer zurückschreckt, lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass sich an diese Entwicklung allzu bald etwas ändern wird.
Da ist es nur nachvollziehbar, dass manch einer sich nach Möglichkeiten umsieht, um die eigenen Prämienzahlungen etwas vorhersehbarer zu gestalten. Tatsächlich bieten viele Versicherer auch Garantien dafür, dass die Beiträge stabil bleiben. Besonders Beamte haben 2024 gute Aussichten darauf, von Erhöhungen verschont zu bleiben. Das Portal „beihilfe-partner.de“ holte sich von gleich mehreren Anbietern Bestätigungen dazu, dass es vor Ende des Jahres keine Erhöhungen bei den monatlichen Prämienzahlungen geben wird.
Diese privaten Krankenversicherungen schon den Geldbeutel von Beamten
Unter anderem garantiert die Signal Iduna, dass es vor dem 1. Januar 2024 keine neuerlichen Erhöhungen geben wird. Denselben Termin gibt auch die HanseMerkur an, welche für den Tarif „Be Fit“ eine Garantie für stabile Beiträge ausspricht. Bei der PKV Inter sowie der Nürnberger Versicherung endet die selbstauferlegte Frist bereits einen Tag vorher, also am 31. Dezember 2021. Ins Gewicht fällt das natürlich kaum weiter.
Am längsten können Beamte als Mitglieder der Allianz PKV entspannt bleiben. Hier sollen die entsprechenden Tarife mindestens bis zum 30. April 2024 stabil bleiben und damit ganze vier Monate länger als bei den meisten Mitbewerbern. Das sieht auf den ersten Blick gut aus, allerdings ist mancher Konkurrent schon jetzt günstiger. Bei einem PKV Vergleich kann die Beitragsstabilität an sich daher nur einer von vielen Faktoren sein. Erfreulich ist die vergleichsweise lange Preisgarantie aber gerade in der aktuellen Zeit, nicht zuletzt mit Blick auf anziehende Preise in den meisten anderen Lebensbereichen.
Auf das Kleingedruckte kommt es an
Die hier angesprochenen Preisgarantien sind stets mit einer Prise Vorsicht zu genießen. Denn in den meisten Fällen beziehen die sich nur auf einige ausgewählte Tarife. Selbst im besten Fall sprechen die Anbieter nur davon, dass „fast alle Tarife“ von steigenden Beiträgen nicht betroffen sein sollen. Das ist für all jene, die dummerweise in einem Tarif sind, der nicht berücksichtig wurde, natürlich nur ein schwacher Trost. Immerhin kann in einem solchen Fall aber ein Wechsel vorgenommen werden. Dank des Sonderkündigungsrechts im Falle von Beitragserhöhung ist das auch ohne Beachtung irgendwelcher Fristen möglich.
Wie Situation sich im kommenden Jahr entwickeln wird, lässt sich bisher noch nicht abschätzen. Die bereits erwähnten Faktoren in der Politik und an den Finanzmärkten lassen aber eher nicht vermuten, dass die privaten Krankenversicherungen in Zukunft billiger werden. Stattdessen können die Kosten aufgrund der noch immer nicht durchgestandenen Pandemie sowie explodierenden Kosten in der Pflege womöglich in bisher ungeahnter Höhe zulegen.
Die PKV Kosten unter Kontrolle halten
Nicht nur Beamte, sondern auch alle anderen Mitglieder der privaten Krankenversicherung haben jedoch stets ein mächtiges Instrument zur Verfügung, um die eigenen monatlichen Belastungen spürbar zu senken: den PKV Wechsel. Oftmals ist es damit möglich, jährlich mehrere Hundert Euro einzusparen, im Einzelfall sogar noch mehr. Dabei müssen Versicherte auch längst nicht immer auf Leistungen verzichten.
Am sinnvollsten ist ein solcher Wechsel zumeist innerhalb des bisherigen Anbieters. Das gilt vor allem, wenn ein Vertrag bereits seit Jahren oder sogar Jahrzehnten läuft. In einem solchen Fall bleiben Altersrückstellungen unangetastet, sodass im Rentenalter die Kosten nicht zu hoch ausfallen. Generelle lohnt es sich, regelmäßig einen PKV Vergleich durchzuführen. Ansonsten verpassen privat Krankenversicherte oft die Chance, sich Vorzüge von neuen Tarifen zu sichern, welche erst nach dem eigens abgeschlossenen ins Leben gerufen wurden. Übrigens ist ein Wechsel beim gleichen Versicherer in der Regel recht schnell und problemfrei möglich, im Falle einer Beitragserhöhung sogar ohne weitere Kündigungsfrist.