Pierer Mobility AG Aktie: Was bedeutet das für Anleger?

Der Zweiradhersteller plant eine umfassende Kapitalmaßnahme über 350 Millionen Euro, nachdem ein negatives Geschäftsergebnis 2024 zur Halbierung des Grundkapitals führte.

Auf einen Blick:
  • Zweistufige Kapitalerhöhung geplant
  • Mehrheitseigner Pierer Bajaj zentral beteiligt
  • Darlehen von 200 Millionen als Sacheinlage
  • Erhebliche Anteilsverwässerung für Aktionäre

Die Pierer Mobility AG, bekannt für ihre Motorradmarken KTM, Husqvarna und GASGAS, erlebt einen dramatischen Kursrutsch. Die Aktie verliert zum Handelsstart über 20 Prozent. Grund ist eine Ad-hoc-Meldung: Das halbe Grundkapital ist verloren, das Eigenkapital deutlich negativ. Die Sanierung des Unternehmens wird mit drastischen Mitteln eingeleitet.

Alarmstufe Rot: Hauptversammlung wegen Kapitalverlust

Das Geschäftsjahr 2024 war für Pierer Mobility ein Fiasko. Eine Kombination aus schwacher Geschäftsentwicklung und hohen Restrukturierungskosten hat ein tiefrotes Ergebnis hinterlassen. Laut Unternehmen ist das Eigenkapital zum Jahresende voraussichtlich nicht nur geschrumpft, sondern „deutlich negativ“. Weil das halbe Grundkapital verloren ist, muss gesetzlich eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden – angesetzt auf den 25. April.

Pierer Mobility AG Aktie Chart

Kapitalmaßnahmen mit Verwässerungseffekt

Um die Bilanz zu stabilisieren, schlägt das Management eine zweistufige Kapitalmaßnahme vor:

  • Barkapitalerhöhung um 150 Mio. Euro: Altaktionäre sollen zu 7,50 Euro je Aktie zeichnen können. Nicht gezeichnete Anteile übernimmt Großaktionär Pierer Bajaj AG.

  • Sachkapitalerhöhung über 200 Mio. Euro: Nach Abschluss der KTM-Sanierung sollen bereits gewährte Darlehen in Eigenkapital umgewandelt werden – ebenfalls zum Kurs von 7,50 Euro.

Beide Maßnahmen zusammen würden das Grundkapital auf das 2,4-Fache steigern. Für Aktionäre bedeutet das eine massive Verwässerung ihrer Anteile.

Finanzierung gesichert, Vertrauen erschüttert

Formal ist die Finanzierung des Turnarounds gesichert. Die notwendigen Mittel stammen von Bajaj Auto, einem langjährigen Partner. Die Produktion der KTM-Motorräder wurde bereits Mitte März wieder hochgefahren. Dennoch bleibt Unsicherheit. Denn: Gläubigerforderungen über 600 Mio. Euro müssen bis Mai bedient werden – das belastet zusätzlich.

Zuvor dementierte das Unternehmen mediale Spekulationen über angeblich „an Gläubigern vorbeigeschleuste“ Gelder. Man weise diese Behauptungen „entschieden zurück“, hieß es in einer Ad-hic-Meldung vom 1. April.

Vertrauen der Anleger im freien Fall

Die Börse bewertet nicht nur Zahlen, sondern auch Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen ist schwer beschädigt. Der Kurssturz reflektiert nicht nur die finanziellen Probleme, sondern auch die Unsicherheit über die Zukunft. Die Sanierung wirkt technisch durchgeplant – aber ob sie ausreicht, um das Unternehmen operativ wieder auf Kurs zu bringen, bleibt offen.

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