Pfizer-Aktie: Günstige Bewertung trifft auf strukturelle Probleme

Pfizer erhält EU-Zulassung für RSV-Impfstoff – doch politische Risiken und sinkende Umsätze belasten den Kurs weiter.

Auf einen Blick:
  • EU-Zulassung für RSV-Impfstoff stärkt die Pipeline, bringt aber keinen Kursschub
  • Entlassungen bei der FDA schüren Zweifel an regulatorischer Stabilität
  • Hohe Dividendenrendite steht im Kontrast zu rückläufigen Umsatzprognosen

Pfizer gehört zu den größten Pharmakonzernen der Welt. Das Unternehmen ist bekannt für Medikamente wie Comirnaty (Covid-19-Impfstoff) und Paxlovid, aber auch für ein breit gefächertes Produktportfolio. Doch an der Börse läuft es seit Monaten schlecht – und das trotz neuer Erfolge wie der EU-Zulassung für den RSV-Impfstoff.

Impfstoff-Zulassung bringt nur kurz Luft

Die Europäische Kommission hat kürzlich Pfizers RSV-Impfstoff Abrysvo auch für Erwachsene zwischen 18 und 59 Jahren mit erhöhtem Risiko zugelassen. Damit verschafft sich Pfizer einen Vorteil gegenüber Konkurrent GSK, der bislang nur eine Zulassung für ältere Menschen erhalten hat.

Trotzdem blieb ein positiver Kurseffekt aus. Der Markt reagierte kaum – ein Zeichen dafür, dass Investoren aktuell auf andere Themen schauen. Die Zulassung stärkt zwar die Pipeline, aber sie ändert nichts am zentralen Problem: Pfizer kämpft mit dem Rückgang der Covid-Umsätze und tut sich schwer, neue Wachstumstreiber zu etablieren.

Politische Eingriffe sorgen für Unsicherheit

Stärker belastet als jede Produktmeldung sind derzeit die politischen Entwicklungen in den USA. Präsident Trump plant massive Einschnitte bei der Arzneimittelbehörde FDA. Tausende Stellen sollen gestrichen werden. Mehrere führende Köpfe wurden bereits entlassen, darunter auch Dr. Peter Marks – einer der wichtigsten Impfstoff-Experten der Behörde.

Diese Umbrüche verunsichern die Branche. Denn eine funktionierende FDA ist essenziell: für schnelle Zulassungen, verlässliche Entscheidungen und stabile Prozesse. Pfizer ist stark auf die Behörde angewiesen – jede Verzögerung oder Schwächung kann Projekte gefährden und die Markteinführung neuer Medikamente erschweren.

Fundamental günstig, aber nicht ohne Grund

Pfizer wirkt auf den ersten Blick attraktiv bewertet: Die Aktie kommt auf ein KGV von nur 8,5 und bietet eine Dividendenrendite von fast 7 %. Doch diese Kennzahlen täuschen etwas. Denn das Unternehmen hat mit strukturellen Problemen zu kämpfen.

Pfizer Aktie Chart

Nach dem Covid-Boom ist der Umsatz stark eingebrochen – von 101 Mrd. Dollar im Jahr 2022 auf einen erwarteten Wert von rund 63 Mrd. Dollar 2025. Neue Blockbuster sind bislang nicht in Sicht. Zwar forscht Pfizer an GLP-1-Wirkstoffen gegen Adipositas, doch hier ist man im Vergleich zu Novo Nordisk und Eli Lilly deutlich im Rückstand.

Pipeline solide, aber nicht spektakulär

Pfizer verfügt über eine breite Entwicklungspipeline. Neben dem RSV-Impfstoff sind mehrere Medikamente in der Zulassung oder in späten Studien. Allerdings reicht das bisher nicht aus, um die wegfallenden Covid-Einnahmen zu kompensieren. Analysten erwarten für die nächsten Jahre sogar sinkende Umsätze und Gewinne – ein Warnsignal für Dividendenjäger.

Ein Teil der Anleger sieht Pfizer inzwischen ähnlich wie klassische Cashflow-Werte à la Altria: solide Dividendenzahler, aber mit schwacher Wachstumsdynamik. Wer auf stabile Ausschüttungen setzt, findet hier eine Option – Kursfantasie ist aktuell jedoch kaum vorhanden.

Technisch stabil, aber kein Ausbruch in Sicht

Der Chart der Pfizer-Aktie zeigt ein durchwachsenes Bild. Im Vergleich zum breiten Markt hat sich der Kurs zuletzt wacker geschlagen. Doch eine echte Aufwärtsdynamik fehlt. Viele Investoren halten die Aktie – aber neue Käufer bleiben aus. Solange politische Risiken dominieren und die Wachstumsstory nicht greift, dürfte sich daran wenig ändern.

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