Bis zuletzt hofften die Börsianer noch darauf, dass Donald Trump bei seinen Zollankündigungen zurückrudern oder wenigstens einen Aufschub wie bei Kanada und Mexiko verkünden würde. Dazu kam es jedoch nicht. Stattdessen wurden Zölle gegen Freund und Feind verhängt, welche insbesondere Länder in Südostasien treffen.
Dadurch bedingt geriet die Nike-Aktie am Donnerstag in einen wahren Abwärtsstrudel. Schätzungsweise 90 Prozent der Produktion des US-Konzerns findet in Vietnam und Kambodscha statt. Beide Staaten werden von den USA mit überdurchschnittlichen Zöllen belegt. Dementsprechend sind die weiteren Aussichten für den ohnehin schon strauchelnden Konzern mehr als düster.
Nike: Das wird teuer
Experten gehen davon aus, dass Nike die Preise deutlich erhöhen muss. Laut UBS müsste das Unternehmen wohl allein aufgrund der Zölle gegen Vietnam Preisaufschläge von zehn bis zwölf Prozent vornehmen. Das dürfte die Kauflaune in einer ohnehin von Konsumschwäche geprägten Wirtschaft kaum steigern. Die Alternative wäre jedoch, die Margen unkontrolliert abstürzen zu lassen.
Der Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler rechnet damit, dass die Margen branchenweit um etwa zehn Prozentpunkte abstürzen dürften. Nike brachte es bei der Bruttomarge im vergangenen Jahr auf etwa 44 Prozent, sodass es hier wohl schwer in Richtung 30 Prozent tendieren könnte.
Im freien Fall
Nike Aktie Chart
Wie sich die Zölle genau auswirken werden, das lässt sich noch nicht mit Sicherheit vorhersehen. Belasten wird es Nike aber in jedem Fall und darauf stellen die Anteilseigner sich schon mal ein. Der Aktienkurs knickte am Donnerstag um 14,4 Prozent ein und landete bei 55,58 US-Dollar. Auf Schlusskursbasis entspricht dies dem tiefsten Stand der vergangenen fünf Jahre. Zu sagen, dass die Stimmung schlecht wäre, käme glatt einer Untertreibung gleich. Auch das letzte bisschen Zuversicht scheint sich in Luft aufgelöst zu haben.
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