Der Nasdaq rauscht ab, Anleger flüchten in Staatsanleihen, und die US-Regierung entfacht mit neuen Zöllen ein globales Handelsbeben. Die Frage liegt auf der Hand: Ist der Tech-Index schon im Bärenmarkt – oder steht der eigentliche Absturz erst noch bevor?
Die NASDAQ Composite, Heimat vieler Tech-Schwergewichte, hat seit ihrem letzten Hoch über 20 Prozent verloren. Das erfüllt die klassische Definition eines Bärenmarktes. Doch es ist nicht nur der Kursrutsch, der Sorgen macht – es ist der Kontext.
Handelskrieg 2.0 – und diesmal richtig heftig
Was wie ein taktisches Säbelrasseln begann, eskaliert zum offenen Wirtschaftskonflikt. US-Präsident Donald Trump setzte mit 10 % Strafzöllen auf alle Importe ein Zeichen, das Peking nicht unbeantwortet ließ. Die Reaktion: 34 % Gegenzölle auf US-Waren ab kommendem Donnerstag. Damit ist klar: Der neue Zollzyklus trifft die Weltwirtschaft ins Mark.
An den Märkten herrscht Alarmstufe Rot. Der Dow verlor allein am Freitag über 1.100 Punkte. Die Nasdaq fiel um 3,4 % – und markierte damit offiziell einen Bärenmarkt.
NASDAQ Composite Chart
Gute Nachrichten? Spielt gerade keine Rolle
Selbst ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht konnte die Kurse nicht retten. 228.000 neue Jobs im März – eigentlich ein positiver Impuls. Doch Investoren ignorieren solche Zahlen. Der Fokus liegt auf Inflation, Kostenexplosionen und einer möglichen Entlassungswelle infolge der Zölle.
„An einem Tag, an dem gute Nachrichten nicht zählen, wissen wir, dass sich der Fokus komplett verschoben hat“, schrieb Chris Zaccarelli von Northlight Asset Management.
Tech im Zentrum des Bebens
Gerade Tech-Werte sind im aktuellen Umfeld besonders anfällig. Viele sind auf globale Lieferketten angewiesen, bei Halbleitern, Mikrochips und Software. Die neuen Zölle treffen sie überproportional. Zudem droht China mit Gegenzöllen auf Hightech-Produkte – ein direkter Angriff auf Amerikas Wachstumsbranche Nummer eins.
Selbst Marktlieblinge wie Nvidia, Apple oder AMD rutschen deutlich ab. Die Kurse verlieren nicht, weil die Unternehmen schlecht arbeiten – sondern weil sich die Rahmenbedingungen massiv verschlechtern.
Anleger flüchten – wohin mit dem Geld?
Während Aktien fallen, steigen Staatsanleihen. Die Renditen der 10-jährigen US-Treasurys sanken unter die 4 %-Marke. Das zeigt: Investoren suchen Sicherheit. Auch in Europa und Japan stiegen die Kurse von Staatsanleihen. Der Dollar erholte sich leicht, bleibt aber angeschlagen.
Rohstoffe sind ebenfalls im Rückwärtsgang: Öl fiel auf 62 Dollar – das niedrigste Niveau seit 2021. Das spricht für einen globalen Nachfragerückgang und verstärkt die Rezessionsängste.
Fed unter Druck: Zinssenkung oder Zwickmühle?
Der Markt rechnet inzwischen mit bis zu sechs Zinssenkungen bis Jahresende. Die Wahrscheinlichkeit für mindestens fünf Schritte liegt bei knapp 50 %. Schon im Juni soll laut Prognose das erste Mal gesenkt werden. Damit steht Fed-Chef Jerome Powell vor einem Dilemma: Inflationsdruck auf der einen, Wirtschaftseinbruch auf der anderen Seite.
Seine für heute angesetzte Rede wird mit Spannung erwartet. Vieles hängt davon ab, ob die Notenbank die Märkte stabilisieren kann – oder selbst Teil des Problems wird.
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