Anfang Januar kündigte Meta-Chef Mark Zuckerberg in einem vielbeachteten Video an, die eigenen Plattformen wieder zu ihren „Ursprüngen“ zurückführen zu wollen. Gemeint war damit, Faktenchecks zu entfernen und die Richtlinien für zugelassene Inhalte sehr viel breitet ausfallen zu lassen. Viele Beobachter sahen darin einen Kniefall vor US-Präsident Donald Trump.
Meta setzt darauf, dass die eigenen Plattformen sich mehr oder weniger selbst kontrollieren. Im Falle von Instagram scheint das aber zuletzt nicht besonders gut geklappt zu haben. Denn trotz eigentlich klarer Richtlinien für Inhalte mit Gewalt, wurde die Plattform von einer Flut von Gewaltvideos heimgesucht. Jene tauchten Medienberichten zufolge auch bei Nutzern auf, die eigentlich die höchste Schutzstufe in ihrem Account eingerichtet hatten.
Meta greift nun doch ein
Nachdem entsprechende Berichte sich häuften, entschied sich Meta letztlich doch, einzugreifen und den Algorithmus anzupassen. Das Problem scheint in den Griff bekommen worden zu sein, doch Zweifel bleiben bestehen. Ohne aktive Moderation scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die nächste Welle an problematischen Inhalten die sozialen Netzwerke heimsucht.
Das könnte irgendwann auch für Aktionäre schwierig werden. Denn Werbepartner werden eher nicht neben gewalttätigen Posts oder dergleichen auftauchen wollen. Wie schnell sich finanzstarke Werbepartner zurückziehen, wenn eine Plattform allzu sehr ins Extreme rutscht, das bekamen wir bereits bei Twitter nach der Übernahme von Elon Musk zu sehen.
Nicht auf die leichte Schulter nehmen
Meta Aktie Chart
Zumindest an der Börse scheinen die Sorgen sich noch im Rahmen zu halten und trotz einer kürzlichen Korrektur notierte die Meta-Aktie zu Handelsschluss am Donnerstag mit 658,24 US-Dollar auf einem recht ansehnlichen Niveau. Doch da der Konzern die erdrückende Mehrheit seiner Umsätze mit Werbeeinnahmen erzielt, ist das Risiko von einschneidenden Entwicklungen kaum zu unterschätzen. Dementsprechend ist die Aktie mit einer gesunden Portion Vorsicht zu behandeln.
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