„Made in America – powered by China?“: Friedmans Abrechnung mit Trumps Wirtschaftskurs

Thomas Friedman warnt: Während Amerika abschottet, baut China die Zukunft. Warum Huawei & Co. längst die Richtung vorgeben – und was das bedeutet.

Auf einen Blick:
  • Friedman besucht Huaweis neuen Mega-Campus – und ist alarmiert
  • Trumps Zollpolitik wird als illusionäre Strategie entlarvt
  • China setzt auf KI, Ausbildung und Tempo – die USA drohen den Anschluss zu verlieren

Thomas L. Friedman, Kolumnist der New York Times und renommierter Buchautor, hat in Shanghai etwas gesehen, das ihn tief beeindruckt – und gleichzeitig beunruhigt. Statt Disneyland besuchte er Huaweis neuen Forschungscampus. Seine Beobachtungen sind eine Abrechnung mit der US-Industriepolitik unter Donald Trump und ein Weckruf für den Westen: Wer nicht versteht, was in China passiert, wird bald wirtschaftlich abgehängt.

Silicon Valley war gestern – heute schaut man nach Shenzhen

Huaweis neuer Campus wirkt wie aus der Zukunft: 104 Hightech-Gebäude, Platz für 35.000 Mitarbeiter, 100 Cafés, ein Monorail-System. Entstanden ist das Ganze in nur drei Jahren. Finanziert vom Staat, als Antwort auf US-Sanktionen. Was einst als Todesstoß gedacht war, hat Huawei zu einem Innovationsschub gezwungen. Und das Unternehmen liefert: eigene Chips, eigenes Betriebssystem, erste Triple-Folding-Smartphones, massiver Ausbau von Ladeinfrastruktur.

Für Friedman ist klar: Während die USA über Geschlechterpolitik und Zollschranken debattieren, baut China systematisch seine technologische Souveränität aus – mit einem Tempo, das im Westen kaum einer wahrhaben will.

Der Irrglaube vom schnellen „America First“-Wunder

Trump setzt auf Zölle – und glaubt, das allein werde Amerikas Industrie retten. Friedman hält dagegen: Ohne Talent, Ausbildung und eine moderne Infrastruktur nützen auch die höchsten Handelsbarrieren nichts. Komplexe Produkte entstehen in globalen Netzwerken, nicht hinter nationalen Mauern.

Was fehlt, ist eine Strategie, wie die USA produktiv mit China umgehen können. Stattdessen überbietet man sich parteiübergreifend im Anti-China-Populismus – ohne genau zu wissen, worüber man spricht. Friedman nennt das „magisches Denken“ – der Glaube, dass Protektionismus allein Wohlstand schafft.

China spielt im „Fitnessclub“, Amerika auf dem Abstellgleis

Ein zentrales Bild Friedmans: China als „Fitnessstudio für Innovation“. Jährlich 3,5 Millionen MINT-Absolventen, spezialisierte Fachhochschulen, blitzschnelle Umsetzung von Ideen – und jetzt: KI überall. Selbst Produktionslinien für Kühlschränke werden mit künstlicher Intelligenz optimiert. Wer da nicht mithalten kann, bleibt zurück.

In den USA hingegen dominiert Abwehr: gegen Kooperation, gegen Investitionen aus China, gegen Komplexität. Friedmans Appell: Man kann China kritisieren – aber nur, wenn man gleichzeitig bereit ist, von ihnen zu lernen.

Ein neuer Deal statt neuer Mauern

Was Friedman vorschlägt, klingt fast revolutionär: eine wirtschaftliche Co-Produktion. Amerikanische Arbeiter, chinesisches Know-how. Gemeinsame Fabriken, geteilte Verantwortung – unter klaren Regeln. Statt „Made in China“ jetzt: Made in America – powered by China. Keine Einbahnstraße, sondern ein Deal auf Augenhöhe.

Voraussetzung: Vertrauen. Und das ist derzeit Mangelware. Solange beide Seiten sich abschotten, gewinnen nur die Extremisten – und die Weltwirtschaft verliert.

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