Die Lufthansa Group zählt zu den größten Airline-Konzernen Europas. Neben der Kernmarke gehören auch SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings zur Gruppe. Trotz solider Passagierzahlen bleibt die Aktie unter Druck – nicht nur wegen wirtschaftlicher Unsicherheit, sondern auch wegen politischer Risiken, die zunehmend auf das Geschäft durchschlagen.
ITA-Integration: Chance mit Signalwirkung
Mit dem bevorstehenden Beitritt von ITA Airways zur Star Alliance verstärkt Lufthansa ihr Netzwerk in Südeuropa. Der italienische Carrier, seit Anfang 2025 Teil der Lufthansa Group, soll Anfang 2026 Vollmitglied der Allianz werden. Für Lufthansa ist das mehr als ein Prestigeerfolg: Rom und Mailand als strategisch wichtige Hubs bieten neue Zubringerflüge für Langstreckenverbindungen – und stärken damit die Position im Wettbewerb mit Air France-KLM und IAG.
Gleichzeitig profitiert die Kranich-Airline vom wachsenden Einfluss innerhalb der Star Alliance. Mit ITA Airways als fünftem Allianz-Mitglied unter Lufthansa-Führung gewinnt der Konzern an Gewicht in der globalen Zusammenarbeit – etwa beim gemeinsamen Einkauf, Codesharing und der IT-Infrastruktur.
Zölle stören die Lieferkette – auch in der Luft
Doch nicht alle Entwicklungen spielen der Lufthansa-Aktie in die Karten. Die US-Zollpolitik unter Präsident Trump hat bereits spürbare Folgen. Lufthansa Cargo berichtet von einem Anstieg kurzfristiger Frachtsendungen in die USA – ausgelöst durch Unternehmen, die ihre Ware vor Inkrafttreten neuer Importzölle einfliegen lassen.
Steigende Nachfrage bedeutet zwar höhere Frachtraten, bringt aber auch Risiken: Sobald die Zölle greifen, dürfte das Transportvolumen wieder sinken. Hinzu kommt das Risiko weiterer Belastungen durch Zusatzabgaben auf Luftfracht oder Hafengebühren, was Kosten und Planungssicherheit gefährdet. Der Markt reagiert bereits nervös – auch die Lufthansa-Aktie verliert zur Mittagszeit rund 0,8 Prozent an Wert.
Deutsche Lufthansa AG Aktie Chart
Gegenwind von der Konkurrenz
Ryanair demonstriert, wie stark der Preisdruck im Luftverkehr bleibt. Mit über 200 Millionen Passagieren hat die Billigfluglinie einen neuen Rekord aufgestellt. Die Auslastung liegt bei stolzen 94 Prozent. Lufthansa kommt mit ihren zehn Airlines auf 131 Millionen Fluggäste – ist aber dank Langstrecke und Premiumsegment nach Umsatz weiter die Nummer eins in Europa.
Der wachsende Abstand bei den Passagierzahlen zeigt dennoch: Der Wettbewerb in Europa bleibt brutal. Wer wachsen will, muss entweder günstiger fliegen oder besser vernetzen. Lufthansa setzt auf Letzteres – doch ob das ausreicht, um die Aktie aus ihrer Seitwärtsbewegung zu befreien, ist offen.
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