Der Kasseler Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat das Geschäftsjahr 2024 mit gemischten Ergebnissen abgeschlossen. Der Umsatz sank auf 3,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,9 Milliarden Euro), während das operative Ergebnis (EBITDA) mit 558 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 712 Millionen Euro lag. Dennoch übertraf K+S damit leicht die Markterwartungen von 542 Millionen Euro.
Besonders auffällig ist der massive Rückgang beim bereinigten freien Cashflow von 311 Millionen Euro im Jahr 2023 auf nur noch 62 Millionen Euro. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der vorgeschlagenen Dividende wider, die mit 15 Cent je Aktie deutlich unter den 70 Cent des Vorjahres liegt.
Globale Aufstellung als Stärke
Vorstandschef Dr. Burkhard Lohr betont die Stärken des Unternehmens: „Wir sind auf Kurs und trotz niedriger Kalipreise gut durch das Jahr 2024 gekommen. Unsere Stärke liegt im Verbund unserer Kali-Standorte auf beiden Seiten des Atlantiks sowie in unserem europäischen Salzgeschäft.“
Diese globale Aufstellung hat sich besonders im Kundensegment Landwirtschaft bewährt. Hier konnte K+S den Absatz im Jahr 2024 moderat auf insgesamt 7,6 Millionen Tonnen steigern (2023: 7,2 Millionen Tonnen). In Europa stieg der Absatz sogar auf 3,45 Millionen Tonnen (2023: 2,97 Millionen Tonnen).
Ausblick 2025: Hoffen auf Preiserholung
Für das laufende Jahr 2025 gibt K+S eine breite Prognosespanne beim operativen Ergebnis von 500 bis 620 Millionen Euro bekannt. Diese große Spannweite verdeutlicht die Unsicherheiten im Markt. Entscheidend wird die Preisentwicklung für Kaliumchlorid in Brasilien sein.
Am oberen Ende der Prognose rechnet K+S mit einer spürbaren Preiserholung während der Frühjahrssaison, die auch auf andere Absatzmärkte ausstrahlt und über das gesamte zweite Halbjahr gehalten werden kann. Zudem würde dies eine Absatzmenge im Kundensegment Landwirtschaft von 7,7 Millionen Tonnen bedeuten.
Sollten die Preise hingegen auf dem niedrigen Niveau von Ende 2024 verharren, würde das Ergebnis eher am unteren Ende der Prognose liegen – bei einer Absatzmenge von 7,5 Millionen Tonnen.
K&S Aktie Chart
Investitionen in die Zukunft
Trotz der aktuellen Herausforderungen hält K+S an seinen Zukunftsinvestitionen fest. Sowohl der Produktionshochlauf des kanadischen Werks Bethune als auch das Zukunftsprojekt Werra 2060 liegen nach Unternehmensangaben voll im Plan. Diese Investitionen sind wesentliche Gründe für den reduzierten Cashflow, sollen aber langfristig für höhere Erträge und mehr Effizienz sorgen.
Der bereinigte freie Cashflow soll trotz der erhöhten Investitionen im Jahr 2025 mindestens ausgeglichen sein – ein Ziel, das angesichts der aktuellen Marktvolatilität durchaus ambitioniert erscheint.
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