Apple ist eines der bekanntesten Technologieunternehmen der Welt. Mit Produkten wie dem iPhone, iPad und Mac prägt der Konzern aus Cupertino seit Jahren den globalen Elektronikmarkt. Doch Apples Geschäftsmodell steht und fällt mit seinen Lieferketten – und genau die geraten jetzt unter politischen Beschuss.
Ein Handelskrieg trifft ins Zentrum der Produktion
Die Aktien von Apple rutschten nach Donald Trumps neuer Zollankündigung um fast 8 Prozent ab. Kein anderes Unternehmen aus dem Tech-Schwergewicht „Magnificent Seven“ reagierte so stark. Das hat einen klaren Grund: Apple produziert nahezu alle Geräte in China. Auch Vietnam und Indien, wo Apple in den letzten Jahren verstärkt fertigen lässt, sind von Trumps Maßnahmen betroffen. Auf chinesische Waren soll künftig ein Strafzoll von 54 Prozent gelten, Vietnam trifft es mit 46 Prozent, Indien mit 27 Prozent.
Diese Abhängigkeit macht Apple verwundbar. Während andere Tech-Konzerne stärker auf Software oder Cloud-Dienste setzen, ist Apples Hardwaregeschäft fest mit asiatischer Fertigung verzahnt – insbesondere über den Großfertiger Foxconn.
Alte Ausnahmen gelten nicht mehr
2019 konnte Apple unter Trump noch Ausnahmeregelungen für iPhone, iPad und MacBook erzielen. Damals wurden geplante 15-Prozent-Zölle auf Flaggschiffprodukte ausgesetzt. Dieses Mal gibt es dafür bislang keine Anzeichen. Analysten wie Daniel Ives von Wedbush warnen deshalb vor möglichen Nachfrageeinbrüchen und Problemen in der Lieferkette.
Jefferies-Analyst Edison Lee rechnet vor, dass Apple 85 Prozent seiner iPhones in China fertigt, 15 Prozent in Indien. Gleichzeitig gehen rund ein Drittel der Verkäufe direkt in die USA – das verschärft die Lage zusätzlich.
Milliardenrisiko für Gewinn und Margen
Bank of America bleibt zwar bei einer Kaufempfehlung für die Apple-Aktie, senkte aber das Kursziel deutlich auf 250 Dollar. Die Analysten rechnen vor: Sollte Apple die Mehrkosten nicht an die Kunden weitergeben können, droht ein Belastungseffekt von rund 20 Milliarden Dollar – das würde das Ergebnis je Aktie im Jahr 2026 um über 1 Dollar drücken. Die Bruttomarge könnte dabei um bis zu fünf Prozentpunkte sinken.
Apple Aktie Chart
Gleichzeitig schätzen Analysten, dass eine komplette Verlagerung der iPhone-Produktion in die USA etwa 20 Prozent teurer wäre. Zwar könnte Apple mit Automatisierung gegensteuern, doch viele Komponenten würden weiter aus Asien kommen.
Apple muss flexibel bleiben
Um gegenzusteuern, könnte Apple laut Bank of America verschiedene Hebel nutzen: Preiserhöhungen, Nachverhandlungen in der Lieferkette, Verlagerung der Produktion, Anpassung der Produktzyklen oder politische Ausnahmeanträge. Auch höhere Preise bei Services wären denkbar. Ob all das reicht, um die Folgen der Zölle auszugleichen, bleibt offen.
Immerhin: Apple kündigte bereits Investitionen von 500 Milliarden Dollar in den USA an – möglicherweise ein strategischer Schachzug, um sich politisch Spielraum zu verschaffen.
Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 04. April liefert die Antwort:
Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.