Schon mehr als drei Jahre ist es her, dass IBM gegen Globalfoundries vor Gericht zog. Hintergrund war der Verkauf von Halbleiterwerken an den Auftragsfertiger, wofür IBM letztlich tief in die Tasche greifen musste. Im Gegenzug wurde versprochen, Fertigungsprozesse von 14, 10 und 7 Nanometer für Power-Prozessoren von IBM zu entwickeln.
Dem kam Globalfoundries aber letztlich nie nach. Schon kurz nach Abschluss des Deals wurden die Arbeiten an 10 nm eingestellt, im Jahr 2018 wurde schließlich die Arbeit an kleineren Strukturbreiten beendet. IBM wechselte zu Samsung als Auftragsfertiger und forderte von Globalfoundries 2,5 Milliarden US-Dollar Schadenersatz. Das führte allerdings wieder zu einer Gegenklage.
IBM: Man ist sich einig
Nun haben die beiden Streithähne auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt, wie bei „heise.de“ zu lesen ist. Recht plötzlich ist die Angelegenheit damit vom Tisch. Was dazu geführt haben mag, bleibt das Geheimnis von IBM und Globalfoundries. Weder finanzielle Details noch sonstige Informationen wurden mit der Öffentlichkeit geteilt.
IBM Aktie Chart
Anleger können daher nur darüber spekulieren, was das Ganze für IBM bedeuten mag. Optimisten erkennen immerhin, dass aus dem Kurs etwas Unsicherheit verschwindet. Denn die angesprochene Gegenklage muss IBM nicht länger fürchten, auch wenn die anvisierte Schadenersatzsumme vermutlich nicht ansatzweise erreicht sein dürfte.
Alles in Butter
Im Nachgang zeigen die beiden Firmen sich versöhnlich und wollen eine Zusammenarbeit in Zukunft nicht ausschließen. IBM ist nicht unbedingt der größte Chiphersteller der Welt, genießt mit seinem kleinen Team aber einen hervorragenden Ruf. Geforscht wird dort aktuell an neuartigen Transistoren, bei bei Strukturbreiten von 2 nm und darunter zum Einsatz kommen sollen. Die IBM-Aktie hält sich derweil auf hohem Niveau, versuchte sich nun schon seit einigen Wochen aber an keinem Ausbruch in Richtung Norden mehr. Zum Wochenende standen hierzulande 213,95 Euro auf dem Ticker.
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