25 Millionen Euro Strafe muss die Deutsche Bank Tochter zahlen. Das hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft nach drei Jahren Ermittlung gegen den deutschen Finanzdienstleister beschlossen. Die Aktie hat auf die Entscheidung kaum reagiert.
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Der Finanzdienstleister mit dem grünen Daumen
Über Jahre hatte der Finanzdienstleister offensiv für die Nachhaltigkeit bestimmter Finanzprodukte geworben. Da das Unternehmen ihre Produktversprechen nicht erfüllte, ahndete die Staatsanwaltschaft dies als Verstoß gegen das Kapitalanlagegesetz. Unter anderem entwickelte die Firma in Kooperation mit der Umweltorganisation WWF den „DWS Concept ESG Blue Economy“-Aktienfond. Die Idee: Der Fond investiert ausschließlich in Unternehmen, die nachhaltig auf dem Meer wirtschaften und diesen zeitgleich auch als natürlichen Raum schützen.
Kreuzfahrten und Umweltschutz, mehr als paradox
Doch die Außendarstellung entsprach nicht dem wirklichen Inhalt der Finanzprodukte. So investierte der „Blue Economy“-Fond zum Beispiel auch in Coca Cola, die Kreuzfahrtgesellschaft Royal Carribean und den britische Kraftwerkbetreiber Drax. Alles Firmen deren Angebote mit erheblichem CO2-Ausstoß oder auch Plastikverschmutzung einhergehen und somit nichts in einem nachhaltigen Aktienfond der DWS zu suchen haben.
Früher Motto, heute Tatbestand
Schon 2021 hatte die ehemalige Nachhaltigkeitschefin der DWS, Desirée Fixler, ihrem ehemaligen Arbeitsgeber vorgeworfen mit umweltfreundlich konzipierten Produkten nur vom Hype auf nachhaltige Investments profitieren zu wollen. Fixler hatte mit ihren Aussagen den ersten Anstoß für die Ermittlungen in dem Fall gegeben.
Rächen sich die Nachhaltigkeitsversprechen erneut?
Einen Betrug der Anleger durch die DWS konnte die Staatsanwaltschaft zwar nicht feststellen, trotzdem droht dem Dienstleister in den kommenden Monaten möglicherweis ein nächstes Bußgeld. Denn ab Mai beginnt eine Zivilklage vor dem Landgericht in Frankfurt, ein Kunde klagt wegen Betruges hinsichtlich der als nachhaltig deklarierten Finanzprodukte.
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