Rüstungs-Aktien wie Hensoldt steckten die Ankündigung neuer US-Zölle im ersten Moment noch recht tapfer weg. Initial machten sich an den Märkten Hoffnungen breit, dass die europäischen Vertreter der Branche durch die zunehmenden internationalen Spannungen sogar noch profitieren könnten. Für einen frischen Höhenflug sorgte dies aber letztlich nicht.
Ohnehin stellt sich die Frage, wie die Aussichten noch sonniger werden sollen. Schließlich ist die Hochrüstung im Rekordtempo in Europa längst beschlossene Sache und irgendwann werden entsprechenden Ambitionen auch physikalische Grenzen gesetzt. Derweil erinnerte sich vielleicht der eine oder andere Anleger an die Geschäfte, welche Hensoldt in den USA macht.
Das geht nicht spurlos an Hensoldt vorbei
Der Sensor-Spezialist arbeitet unter anderem mit dem Rüstungsgiganten Lockheed Martin zusammen und liefert Sensorik sowie Optronik und Sensortechnologie über den Atlantik. Wie sich Zölle genau auf die Bilanzen auswirken könnten, das bleibt derzeit noch offen. Positive Effekte sind aber selbst mit viel Fantasie nicht zu erwarten.
Am Freitag begannen die Börsianer damit, genau dies einzupreisen und so fiel die Hensoldt-Aktie um 7,7 Prozent auf 57,75 Euro herab. Es bleibt hier bei einem Plus von gut 70 Prozent seit Jahresbeginn und es sieht weniger nach Crash aus als etwa bei Adidas oder diversen Tech-Aktien. Die Unsicherheit scheint aber auch die Hensoldt-Aktie erreicht zu haben.
Hensoldt Aktie Chart
Im Auge des Sturms
Über das Wochenende können Aktie und Anleger zunächst etwas durchschnaufen und die Lage vielleicht etwas genauer überdenken. Doch da Gegenreaktionen aus Europa noch ausstehen und ein waschechter Handelskrieg nicht ausgeschlossen werden kann, gibt es keinen Grund zum Ausruhen. Dass auch die nächsten Tage von roten Vorzeichen geprägt sein werden und Hensoldt in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, das lässt sich momentan leider kaum ausschließen.
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