Daimler Truck ist der größte Nutzfahrzeughersteller der Welt. Der Konzern produziert Schwerlaster, Busse und Spezialfahrzeuge – mit starker Präsenz in Europa, Nordamerika und Asien. Doch aktuell gerät die Aktie ins Stocken: Neue US-Zölle und ein Rückgang bei den Lkw-Bestellungen setzen dem Papier zu.
Trumps Zollkeule trifft ins Herzgeschäft
Der Kursrutsch von rund 4 % am Donnerstag ist kein Zufall. Die USA haben neue Importzölle angekündigt, die deutsche Hersteller wie Daimler Truck empfindlich treffen dürften. Das Problem: Der US-Markt ist für Daimler nicht nur wichtig, sondern auch besonders profitabel. Dort verkauft der Konzern unter anderem seine bekannte Marke Freightliner.
Noch ist unklar, wie hoch die Belastung konkret ausfällt. Aber: In den jüngsten Prognosen wurden mögliche Zölle nicht berücksichtigt – auch das Management räumte das offen ein. Investoren fürchten nun, dass die wirtschaftlichen Risiken unterschätzt wurden.
Aufträge in Nordamerika brechen ein
Neben der Zollproblematik sorgt eine neue Statistik von ACT Research für Stirnrunzeln: Im März gingen in Nordamerika nur 16.000 Bestellungen für schwere Lkw ein – das sind 8,3 % weniger als vor einem Jahr. Analysten sprechen von einem der schwächsten Monate seit fast drei Jahren.
Zwar stiegen die Zahlen saisonbereinigt leicht an, doch die Unsicherheit bleibt groß. Ob die Zurückhaltung der Spediteure konjunkturell oder politisch bedingt ist, lässt sich nicht eindeutig sagen. Klar ist nur: Die Auftragslage entwickelt sich negativ – das trifft auch Konkurrenten wie Volvo und Traton.
Analystenmeinungen gehen auseinander
Während Jefferies an seiner Kaufempfehlung für Daimler Truck festhält und auf ein Kursziel von 50 Euro setzt, schlägt Bernstein deutlich skeptischere Töne an. Die Experten sehen die Branche am Beginn eines Abschwungs und rechnen mit rückläufigen Margen und Volumina. Für Daimler Truck lautet das Urteil: „Underperform“ – mit einem Kursziel von nur 32 Euro.
Begründet wird das unter anderem mit möglichen Marktanteilsverlusten in den USA, Unsicherheiten bei Emissionsregeln und wachsendem Wettbewerbsdruck durch asiatische Hersteller im E-Lkw-Segment.
Solides Fundament – aber zyklisch anfällig
Trotz der aktuellen Probleme: Fundamentale Schwächen hat Daimler Truck nicht. Die Bilanz ist gesund, die Dividende von 1,90 Euro pro Aktie bietet eine attraktive Rendite. Doch wie bei vielen Industriewerten gilt: Die Aktie bleibt stark abhängig vom Konjunkturverlauf – und ist damit zwangsläufig volatil.
Ein Rückgang bei Absatz und Ergebnis war 2024 bereits sichtbar. Zwar konnte der freie Cashflow gesteigert werden, aber EBIT und Nettogewinn gingen deutlich zurück. Vor allem außerhalb Nordamerikas lief es schleppend. Hinzu kommen steigende Kosten und geopolitische Risiken – etwa durch die unklare Lage in China.
Einstieg nur bei Bewertung mit Puffer
Langfristig bleibt Daimler Truck ein solides Investment – aber nicht zu jedem Preis. Wer einsteigen will, sollte auf attraktive Bewertungen achten. Einige Investoren setzen gezielt auf Rücksetzer unter 36 oder gar 35 Euro je Aktie. Denn klar ist: Die Schwankungen werden bleiben.
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