Cassava Sciences, ein US-Biotech-Unternehmen aus Austin, Texas, stand lange für einen mutigen Ansatz gegen Alzheimer. Im Zentrum: das experimentelle Medikament Simufilam, das die krankheitsrelevanten Veränderungen im Gehirn verlangsamen sollte. Jetzt ist klar: Der Plan ist gescheitert. Und mit ihm auch die Hoffnung auf eine Wende für Millionen Betroffene.
Keine Wirkung, kein Weiter so
In der finalen Phase-3-Studie REFOCUS-ALZ konnte Simufilam weder die kognitive noch die funktionelle Verschlechterung im Vergleich zu einem Placebo aufhalten. Auch in sekundären und explorativen Zielgrößen blieb das Medikament wirkungslos. Bereits eine frühere Phase-3-Studie (RETHINK-ALZ) war im November 2024 krachend gescheitert. Cassava hatte damals bereits angedeutet, das Programm einstellen zu wollen. Jetzt ist es offiziell: Bis Ende des zweiten Quartals 2025 werden sämtliche Alzheimer-Aktivitäten beendet.
Millionen verbrannt – Aktie unter Druck
Die Anleger reagierten prompt. Nach der Ankündigung brach die Aktie um mehr als 30 Prozent ein. Kein Wunder: Über Jahre hinweg hatte Cassava große Hoffnungen geweckt – teils mit umstrittenen Methoden. In der Spitze erreichte der Börsenwert Milliardenhöhe. Doch mit dem Studien-Aus bleibt davon wenig übrig.
Cassava Sciences Aktie Chart
Finanziell steht Cassava noch stabil da. Zum Jahresende 2024 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von rund 129 Millionen US-Dollar. Die Schulden: null. Doch ein neues Geschäftsmodell muss her, denn der einstige Hoffnungsträger Simufilam ist Geschichte.
Simufilam bekommt eine zweite Chance – in einem neuen Feld
Vollständig begraben wird der Wirkstoff dennoch nicht. Cassava will Simufilam künftig gegen epileptische Anfälle bei Patienten mit Tuberöser Sklerose (TSC) testen – einer seltenen genetischen Erkrankung. Eine entsprechende Lizenzvereinbarung mit der Yale University ist bereits geschlossen.
Ob dieser Schritt gelingt, ist völlig offen. Die Forschung steckt noch im vorklinischen Stadium. Cassava plant derzeit präklinische Studien, klinische Zeitpläne oder Zulassungschancen sind nicht absehbar.
Ein trauriges Kapitel in der Alzheimer-Forschung
Mit dem Rückzug reiht sich Cassava in die Liste jener Unternehmen ein, die am komplexen Krankheitsbild Alzheimer gescheitert sind. Während Konzerne wie Biogen, Eisai oder Eli Lilly erste Teilerfolge feiern, hat Cassava die Ziellinie nicht einmal in Sichtweite erreicht.
In einer Branche, in der Milliarden in Forschung fließen und Durchbrüche rar sind, zeigt der Fall Cassava: Hoffnung allein reicht nicht. Ohne belastbare Daten bleibt ein potenzieller Wirkstoff nur Theorie.
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