Broadcom macht schwere Zeiten durch. Am Montag brach eine regelrechte Hiobsbotschaft über den US-Chiphersteller herein. Diese ließ den Kurs der Broadcom-Aktie zwischenzeitlich zwar um knapp 1,2 % auf 191,96 US-Dollar durchsacken. Doch das NASDAQ-Papier erholte sich im Laufe des Tages wieder und stand bei Börsenschluss mit 194,57 US-Dollar sogar leicht höher als zum Handelsstart.
Am Dienstag folgte dann aber das böse Erwachen, als die Aktie nur noch mit 189,01 US-Dollar in den Handel startete. Am Ende des Tages stand die Broadcom-Aktie bei 188,70 US-Dollar und verzeichnet seit Montag somit einen Verlust von rund 2,9 %.
Broadcom Aktie Chart
Ob Broadcom die Auswirkungen der besagten Schock-Nachricht von Montag noch deutlicher spüren wird, muss die Zukunft zeigen. Die Nachricht selbst jedoch hat es in sich: das US-Medium The Information berichtete, Google plane eine Partnerschaft mit dem taiwanesischen Chip-Produzenten MediaTek. Konkret gehe es bei der Kooperation um die Entwicklung der nächsten Generation von Googles KI-Chips (Tensor Processing Units = TPUs). Das Problem: die Entwicklung dieser TPUs lag bisher in den Händen von Broadcom.
Schlechte Nachricht mit schlechtem Timing: Broadcom-Aktie fällt
Der Bericht wurde bisher weder von Google, MediaTek oder Broadcom bestätigt. Trotzdem kommt diese Nachricht zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt. Denn erst am 6. März hatte Broadcom seine starken Zahlen aus dem Schlussquartal 2024 präsentiert. Dabei wurde besonders deutlich, wie enorm wichtig die Umsätze aus dem Geschäft mit KI-Chips sind. Im letzten Jahr hat Google schätzungsweise 6 – 9 Milliarden US-Dollar in seine TPUs investiert.
Broadcom wird also seinen Platz an der Sonne künftig wohl an MediaTek abtreten müssen. Vermutlich auch deshalb, weil MediaTek enge Beziehungen zum Chip-Giganten TSMC unterhält und wesentlich günstiger produzieren kann als Broadcom.
Zwar bleibt Broadcom weiter bei Google als Entwicklungspartner für KI-Chips im Gespräch. Doch zumindest aktuell kann dieser schwache Trost den Kurs der Broadcom-Aktie nicht wirklich stabilisieren. Der Aufschwung, den Broadcoms jüngste Quartalszahlen dem Papier verliehen haben, ist derzeit jedenfalls so gut wie egalisiert.
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