Größter Verlierer im MDAX ist heute die Aktie der Axel Springer SE. Dafür gibt es auch gute Gründe. Denn zwar fielen die vorgelegten Geschäftszahlen für 2018 noch im Rahmen der Erwartungen und damit ganz gut aus. Beim Ausblick aber enttäuschte das Management um CEO Mathias Döpfner die Anteilseigner.
Über 500.000 Digital-Abos und ein hoher Vorsteuergewinn, aber…
Aber schauen wir uns zunächst einmal das Zahlenwerk für 2018 an. Hier berichtete Axel Springer über ein deutliches Umsatzwachstum, das letztlich zu einem Gewinn vor Steuern (EBT) von knapp 740 Mio. Euro (+14%) führte. Basis dieser sehr guten Geschäftszahlen war dabei das zukunftsträchtige Digitalgeschäft. Hier berichtete Axel Springer nicht ohne stolz von mehr als 500.00 Digital-Abos, die man abgeschlossen habe.
Auch dadurch bedingt lag der Anteil des Digitalgeschäft zuletzt bei sehr guten 70,6% des Konzernumsatzes sowie bei herausragenden 84,3% des Konzerngewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Kein Wunder, dass CEO Mathias Döpfner davon spricht, dass er sein Haus auf einem guten Weg zu einem reinen Digitalunternehmen sieht. Angesichts dieser Geschäftszahlen verwundern wohl viele Anleger die heutigen Kursverluste von ca. -8%.
Management möchte investieren, Ausblick ist den Aktionären zu schwach!
Aber das Problem sind auch nicht die vorgelegten Geschäftszahlen für 2018, sondern der schwache Ausblick auf 2019. So rechnet CEO Döpfner für 2019e nur mit einem geringen Umsatzwachstum sowie einem stagnierenden EBITDA. Besonders skeptisch zeigt sich das Management dabei bzgl. der Entwicklung der Unternehmenssparte Classified Media, in dem die Immobilien- und Jobportale des Konzerns gebündelt sind. Dieser war zuletzt noch um knapp +20% gewachsen, soll jedoch in 2019e nur noch um bestenfalls knapp +10% zulegen können.
Angesichts dieser Aussichten ist die Bewertung der Aktie mit einem KGV 2019e von knapp 18 (nach den Kursverlusten heute!) tatsächlich ambitioniert. Dies gilt umso mehr, da die Anteilseigner wohl nicht auf einen so schwachen Ausblick vorbereitet waren, obwohl sie es – angesichts der Krise in der deutschen Medienbranche – durchaus hätten besser wissen können. Vor diesem Hintergrund glaube ich auch, dass die laufende Korrektur der Aktie noch längst nicht beendet ist und man sich auf weitere Kursverluste in Richtung 40,00 bis 42,00 Euro einstellen sollte.
Herzliche Grüße
Sascha Huber
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