Laut einem Bericht von „BR24“ experimentiert Amazon derzeit mit neuen Bedingungen für die Rückgabe von Artikeln. Allem Anschein nach erhebt der Online-Versandhändler nun Gebühren, wenn Kunden ihre Rücksendungen selbst verpacken möchten. Zum Teil werde diese Option auch gar nicht mehr angeboten.
Kostenfrei bleibt bei dem Versuch nur noch die Möglichkeit, einen Artikel unverpackt zurückzusenden. Möglich ist dies in einem Paketshop von DHL, wo die Ware dann in eine Versandtüte gesteckt wird. Auf Nachfrage argumentiert Amazon, diese Maßnahme mit Blick auf den Umweltschutz auszuprobieren. Nachvollziehbar erscheint dies allerdings eher nicht.
Amazon streicht den Kunden Optionen
In der Regel dürften Rücksendungen mit dem gleichen Karton verpackt werden, mit dem sie von Amazon angeliefert wurden. Wo nun der Umweltschutz stattfindet, wenn diese Umverpackung entsorgt wird und stattdessen eine neue Versandtasche zum Einsatz kommt, bleibt wohl das Geheimnis von Amazon. Noch dazu hat nicht jeder einen Paketshop um die Ecke und wird für die Rückgabe das Auto bemühen müssen.
Die Möglichkeit, eine Rücksendung einem Paketboten in die Hand zu drücken oder sie in eine Packstation zu legen, entfällt schlicht, so keine zusätzlichen Kosten anfallen sollen. Selbst Prime-Abonnenten sind von dieser Änderung offenbar betroffen. Interessant ist zudem, dass Amazon einen eigenen Zustelldienst betreibt, bei dem unverpackte Rücksendungen aber gar nicht erst möglich sind.
Das sorgt nicht für Begeisterung
Amazon Aktie Chart
Sonderlich viele Freunde dürfte Amazon sich mit den neuen Maßnahmen nicht machen. Das hat zwar auf den Aktienkurs keine nennenswerten Auswirkungen. Allerdings steht Amazon an der Börse aufgrund von Rezessionssorgen in den USA ohnehin schwer unter Druck. Am Freitag stürzte das Papier um 4,3 Prozent in die Tiefe und unterschritt damit zum Wochenende die 200-Dollar-Marke. Zu Handelsschluss reicht es nur noch für 192,72 US-Dollar.
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